Flugzeugbau
Umbau bei Airbus: Sorge vor Abwanderung von Arbeitsplätzen

Das Logo der Airbus-Tochter Premium Aerotec am Hauptsitz des Unternehmens. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa

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Ob Corona-Pandemie oder Umweltschutz: Der Flugzeugbau steht vor großen Veränderungen. Doch die damit zusammenhängenden Umbaupläne lösen auch Sorgen um Arbeitsplätze aus.

Der Airbus-Konzernbetriebsrat und Gewerkschafter fürchten durch den geplanten Umbau des Unternehmens die Abwanderung vieler Arbeitsplätze aus Deutschland.

«Die Zerschlagung der Premium Aerotec und die Gründung eines Einzelteilfertigers setzt sofort tausende Arbeitsplätze in Deutschland unter massiven Verlagerungsdruck», erklärte IG-Metall Vorstandsmitglied Jürgen Kerner am Montag. «Eine solche Firma stünde unmittelbar im Konkurrenzkampf mit Billigstandorten in Osteuropa und Asien.»

Die Arbeitnehmervertreter sehen die deutschen Airbus-Standorte durch die Umbaupläne «gezielt geschwächt». Airbus destabilisiere damit die ohnehin stark angeschlagene Branche. «Die deutsche Wertschöpfungskette droht zu reißen, sollten diese Pläne umgesetzt werden», warnen sie.

In Augsburg oder Hamburg würden durch die Pläne Werkshallen und Standorte auseinandergerissen, kritisiert der Vorsitzende des Konzernbetriebsrats, Holger Junge. Dadurch würden «unnötige Schnittstellen und eine Zwei-Klassenbelegschaft geschaffen, die leichter zu erpressen ist». Dagegen werde man sich mit allen Mitteln zur Wehr setzen.

Airbus hat vergangene Woche angekündigt, die Flugzeugproduktion in Deutschland und Frankreich neu aufzustellen. Dazu sollen in den beiden Ländern jeweils neue Unternehmen gegründet werden, die vollständig zu Airbus gehören. Zudem soll eine neue Einheit mit Sitz in Deutschland gegründet werden, die sich auf die Fertigung von Einzelteilen und…