Extremismus
Brutaler rassistischer Angriff auf Jugendlichen in Erfurt

Der rassistische Vorfall ereignete sich in einer Straßenbahn in Erfurt. Foto: Martin Schutt/dpa/Symbolbild

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In einer Erfurter Straßenbahn beschimpft ein Mann einen Jugendlichen und attackiert ihn. Durch Zeugenhinweise konnte der polizeibekannte Mann identifiziert werden.

In Erfurt hat laut Polizei ein 40-Jähriger einen 17 Jahre alten Syrer in einer Straßenbahn rassistisch beleidigt, bedroht, bespuckt und brutal angegriffen.

Dem Täter gelang zunächst unerkannt die Flucht, doch «durch die am Tatort gewonnenen Zeugenhinweise» habe der polizeibekannte Mann zeitnah identifiziert werden können, teilte die Polizei über den Vorfall von Freitagnacht mit.

Zeugen hatten demnach von dem Geschehen in der Straßenbahn Videos gemacht und die Sicherheitskräfte zur Hilfe gerufen. Die äußeren Verletzungen des Opfers waren nach Polizeiangaben nur leicht. Bei dem mutmaßlichen Täter handelt es sich demnach um einen weißen Deutschen, der weiter auf freiem Fuß ist. Die weiteren Ermittlungen habe die Kriminalpolizei Erfurt übernommen. Dem Mann wird Körperverletzung, Nötigung und Beleidigung vorgeworfen. Eine Aussage von ihm liege noch nicht vor.

«So ein feiger Mensch, stark und aggressiv gegen einen Wehrlosen», kritisierte Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) auf Twitter die Tat. «Einfach widerlich!» Die CDU-Landtagsfraktion verurteilte den rassistischen Übergriff in der Straßenbahn ebenfalls «aufs Schärfste».

Auch die Sprecherin für Antirassismus der Linksfraktion im Landtag, Katharina König-Preuss, zeigte sich entsetzt: «Den zunehmenden rassistischen Übergriffen in Thüringen, welche auch Resultat eines insbesondere durch die AfD geschürten politischen Klimas in der Gesellschaft sind, muss endlich Einhalt geboten…