So gelöst, ja beinahe zufrieden, hat man sie lange nicht mehr erlebt: Wenn sich Kanzlerin Angela Merkel in den vergangenen Monaten mit den Länder-Regierungschefinnen und -chefs zusammenschaltete und anschließend mit dem amtierenden Chef der Ministerpräsidentenkonferenz, Berlins Michael Müller (SPD), und seinem Stellvertreter, dem Bayern Markus Söder (CSU), zur Pressekonferenz erschien, ging es in der Regel um Schadensbegrenzung.

Dann versuchten die CDU-Politikerin und die beiden Regierungschefs zu relativieren, was in zig vorangegangenen Stunden mal wieder aus dem Ruder gelaufen war oder mussten höchst umstrittene Entscheidungen vertreten. Wie beim letzten Mal, als die Runde sich nach Mitternacht auf die sogenannte Osterruhe verständigte, die Merkel selbst nur anderthalb Tage später wieder kassierte.

Diesmal haben sie einfach nichts entschieden – schon das erleichterte die Sache und verkürzte sie vor allem deutlich auf gerade einmal drei Stunden, räumen Söder und Müller ein. Aber vor allem die beiden Herren wirken auch einfach erleichtert darüber, dass dieser Rahmen eben doch funktioniert – also die Runde der Ministerpräsidenten mit Merkel – auch wenn jetzt einiges erst mal vom Bund geregelt werden soll. Und vor allem gibt es diesmal positive Botschaften zu verkünden. »Das war eine Hoffnungs-MPK«, sagt Söder, Merkel wiederholt das am Ende fast wortgleich.

Ja, das Impftempo zieht deutlich an, die Zahlen entwickeln sich so gut, dass Bund und Länder in der Einschätzung einig sind, Anfang Juni schon die Priorisierung aufheben zu können: Dann könnte also jeder geimpft werden – und das Tempo würde sich abermals beschleunigen. Und gleichzeitig sollen Erleichterungen für Geimpfte und Genesene auf den Weg gebracht werden.

Wenn das mal keine positiven Botschaften sind!

Allerdings – und das räumt Bayerns Ministerpräsident Söder ein, ergab sich daraus dann doch eine Kontroverse am Montagnachmittag. Umstritten war die Frage: Sollen die…