Zuletzt sah es zwischen den Unionsparteien alles andere als freundschaftlich aus: CSU-Chef Markus Söder hatte an Unions-Kanzlerkandidat Armin Laschet mehrfach Kritik geübt. Jetzt hat Söder angekündigt, im Landtagswahlkampf in Sachsen-Anhalt auftreten zu wollen. Er werde im Wahlkampf in diesem Jahr vor allem diejenigen in der CDU »sehr unterstützen«, die im Rennen um die Kanzler-Kandidatur hinter ihm standen, sagte Bayerns Ministerpräsident in der ARD.

Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff hatte sich zuvor im Machtkampf der CDU hinter Söder gestellt. Im Gespräch mit dem SPIEGEL hatte er gefordert, den Popularitätswerten in der Entscheidungsfindung mehr Gewicht zu geben.

CDU und CSU zögen an einem Strang, sagte Söder weiter. Er wies auch die Kritik an Online-Mitgliedschaften zurück, die die CSU seit September 2020 auch außerhalb Bayerns bundesweit sammelt.

Söder forderte erneut, dass Unions-Kanzlerkandidat Armin Laschet mit einem Team aus unterschiedlichen Persönlichkeiten, auch Frauen und Jüngeren sowie Politikern aus den neuen Ländern im Wahlkampf antreten solle. »Die Mischung macht es.« CDU-Chef Armin Laschet hatte bereits angekündigt, mit einem breiten Team anzutreten, das die Breite der Union abbilden solle. Er unterstütze Laschet, sagte Söder.

In Sachsen-Anhalt wird am 6. Juni ein neuer Landtag gewählt. CDU-Landeschef Sven Schulze hatte der Nachrichtenagentur Reuters gesagt, dass er sich einen Auftritt Söders wünsche. Der Franke sei an der CDU-Basis sehr beliebt.