Führende Ökonominnen und Ökonomen sagen einen Wirtschaftsaufschwung in Deutschland voraus, sobald die Corona-Pandemie unter Kontrolle ist.

»Wir erwarten eine kräftige Erholung im zweiten Quartal. Die Auslandsnachfrage vor allem aus China und den USA treibt jetzt schon die positive Entwicklung in der Industrie und entwickelt sich sehr positiv«, sagte die »Wirtschaftsweise« Veronika Grimm in einer Umfrage der Nachrichtenagentur dpa.

Katharina Utermöhl von der Allianz-Gruppe zeigte sich ebenfalls optimistisch. »In den USA gingen die Einzelhandelsumsätze nach der Wiedereröffnung um fast zehn Prozent nach oben«, sie der dpa. Auch auf dem deutschen Dienstleistungssektor gebe es nun erste Anzeichen für eine Frühjahrsbelebung – selbst in der Gastronomie.

Die Chefvolkswirtin der staatlichen KfW-Gruppe Fritzi Köhler-Geib sagte: »In den nächsten Monaten kommt es darauf an, die Weichen für einen erfolgreichen Aufschwung zu stellen.«

Marc Schattenberg, Volkswirt bei der Deutschen Bank, erwartet sogar eine Frühjahrsbelebung am Arbeitsmarkt. Saisonbereinigt werde die Zahl der Arbeitslosen im April um 12.000 sinken, prognostizierte er. Die Bundesagentur für Arbeit veröffentlicht am kommenden Donnerstag ihre April-Statistik zum Arbeitsmarkt.

Starke Nachfrage aus USA und China nach deutschen Gütern

Trotz des anhaltenden Corona-Lockdowns ist Deutschlands Wirtschaftsleistung im Winter nicht eingebrochen. Vor allem die starke Nachfrage aus China und den USA nach hiesigen Industrieprodukten hält die Konjunktur relativ stabil.

Während Teile der Dienstleistungsbranche wie etwa die Hotellerie, Gastronomie oder das Veranstaltungsgeschäft kaum noch Geschäfte machen, haben Industriebetriebe oft eine gute Auftragslage. Viele Ökonomen erwarten, dass diese Zweiteilung der Wirtschaft bis zum Ende der Coronakrise anhalten wird.

Organisationen wie der Internationale Währungsfonds (IWF) oder die OECD hatten zuletzt ihre Prognosen für die Weltwirtschaft nach oben revidiert. Der IWF…