Die Erleichterung war Sportdirektor Max Eberl nach dem Schlusspfiff im Borussia-Park anzusehen, schließlich hatte er vor dem Duell mit Bielefeld einen Sieg gefordert, um die Chancen auf eine internationale Platzierung weiter zu wahren. Mönchengladbach sei „kein Verein, der ständig Europa League oder Champions League garantieren kann“, hatte Eberl vor dem Spiel am Sky-Mikrofon gesagt und ergänzt: „Wir können aber immer mit dem Umfeld kokettieren und eine gute Mannschaft haben. Wenn alles gut läuft, können wir das schaffen. Hier wird nichts untergehen, sollten wir es nicht schaffen. Aber wir werden dafür kämpfen.“

Und es scheint ganz so, als hätten die Spieler verstanden, um was es im Saison-Endspurt geht. In den vergangenen sechs Spielen musste das Team von Trainer Marco Rose nur eine Niederlage hinnehmen. Gegen Bielefeld feierten die Gladbacher am viertletzten Spieltag einen ungefährdeten 5:0 (3:0)-Erfolg, insgesamt war es der zwölfte Saisonsieg der Fohlenelf. „Wir hatten eine gute Ballkontrolle, haben schöne Tore gemacht und so auch verdient gewonnen“, sagte Gladbachs Abwehrchef Matthias Ginter bei Sky: „Für alle wäre es schön, nächstes Jahr wieder international zu spielen. Die Europa League ist das Maximum, was noch möglich ist. Das wollen wir erreichen.“

Embolo jubelt mit besonderer Geste

Ein besonderer Torjubel von Breel Embolo

„Schärfe und Gier“ hatte der scheidende Trainer Marco Rose vor Anpfiff von seinen Spielern gefordert. Diese hatten offenbar zugehört, denn Gladbach wirkte von der ersten bis zur letzten Minute hellwach und stand defensiv kompakt. Die Gastgeber überzeugten zum Abschluss des 31. Spieltags aber auch spielerisch. Vor allem Breel Embolo, der es nach zwei Monaten mal wieder in die Startelf geschafft hatte, lieferte eine starke Vorstellung ab.

Der Schweizer feierte sein erstes von zwei Toren mit einer besonderen Geste und hielt das Trikot seines Teamkollegen Mamadou Doucoure in die Kamera, der wegen eines Achillessehnenrisses zum…