Korea Krieg
„Schwarzer Donnerstag“: Wie die Sowjets die „Superfestungen“ der US-Luftwaffe vom Himmel holten

Die MiG-15 konnte 4000 Meter höher als die B-29 und ihr Jagdschutz fliegen und sich so in eine perfekte Angriffsposition bringen.

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von Gernot Kramper

24.04.2021, 19:45 Uhr

Die Piloten der US-Airforce beherrschten unangefochten den Himmel – bis ihnen Stalins Piloten in MiG-15 Jets über Korea entgegentraten und den Amerikanern demütigende Niederlagen bescherten.

Der Westen geht gern davon aus, dass die Jets und Piloten der USA denen Russlands überlegen sind. Wirkliche Kämpfe finden seit Jahrzehnten nicht statt. Doch schon im Zweiten Weltkrieg sieht die Liste der erfolgreichsten Jagdpiloten anders aus. Kein alliierter Pilot reicht an Erich Hartmann (352 Abschüsse), Gerhard Barkhorn (301 Luftsiege) oder Günther Rall (301) heran und die erfolgreichsten alliierten Jäger kommen auch nicht aus dem Westen. Es sind Piloten der Roten Armee. Nikolay Dmitrievich Gulayev verbuchte 60 Luftsiege, Aleksandr Ivanovich Pokryshkin 59. Der beste Pilot der USA, Richard Bong, schoss 40 japanische Flugzeuge ab.

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Fotostrecke – Mig-15, der Jäger der US-Bomber

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21.04.2021

Im Zweiten Weltkrieg kämpften Sowjets und Amerikaner noch auf einer Seite, über der koreanischen Halbinsel sollten sie sich wieder begegnen. Und das Treffen endete mit einem Schock für die USA. Ein besonders traumatisches Ereignis war der „Schwarze Donnerstag“, der 12. April 1951. Um Verluste an Bodentruppen zu vermeiden, setzten die USA auf großflächige Bombardements. Dazu starteten drei Staffeln von B-29 Superfortress-Bombern. Die B-29 war der modernste Bomber des Zweiten Weltkriegs. Mit Maschinen dieses Typs wurden die Atombomben über Hiroshima und Nagasaki abgeworfen. 1945 konnten Jäger und Flak die Maschine wegen ihrer Flughöhe praktisch nicht angreifen. Über Korea…