Corona-Pandemie
Snapchat: Nutzer werden mit US-Impfkampagne wieder aktiver

Snapchat ist in der Corona-Krise gewachsen. Foto: Patrick Seeger/dpa

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Snapchat wuchs in der Corona-Krise: Jetzt hoffen die Macher der Foto-App auf noch schnelleres Wachstum, wenn die Nutzer dank Impfstoffen wieder aktiver werden.

Daten der Foto-App Snapchat zeigen mit der fortschreitenden Corona-Impfkampagne in den USA eine schrittweise Rückkehr zum normalen Alltag.

«Wir sehen, dass die Leute wieder mehr ausgehen und Freunde treffen, oder zu Arbeit und Lernen zurückkehren», sagte Gründer und Chef Evan Spiegel zur Vorstellung aktueller Quartalszahlen am Donnerstag. Snapchat hofft nun, das bereits hohe Wachstum aus der Pandemie-Zeit noch zu beschleunigen.

Denn mit einer höheren Aktivität im Alltag werde auch die App mehr genutzt. So habe Snapchat im März wieder mehr neue Freundschaften und Nachrichtenaustausch zwischen Nutzern verzeichnet. Derzeit öffnen die 280 Millionen täglichen Nutzer die App im Schnitt 30 Mal pro Tag – und jedes Mal ist eine Gelegenheit für Anzeigenkunden, ihnen Werbung zu präsentieren.

In den USA mit 330 Millionen Einwohnern wurden in den ersten drei Monaten der Amtszeit von Präsident Joe Biden rund 200 Millionen Corona-Impfungen verabreicht.

Zugleich glauben die Snapchat-Macher, dass Corona-Gewohnheiten wie Online-Shopping auch nach dem Ende der Pandemie eine größere Rolle als zuvor spielen werden. Sie setzten in der Krise massiv auf sogenannte erweiterte Realität, bei der auf dem Display digitale Objekte in die reale Umgebung eingefügt werden. Daraus entstanden nicht nur Spaß-Anwendungen, sondern auch Geschäftsmodelle wie die Möglichkeit, Mode oder Kosmetik virtuell auszuprobieren.

Die Rechnung ging auf: Der Quartalsumsatz sprang im Jahresvergleich um rund zwei Drittel auf…