Bei der Explosion wurden nach Polizeiangaben mindestens vier Menschen getötet und zwölf weitere Personen verletzt. Mehrere Autos gerieten in Brand und gingen in Flammen auf. Innenminister Sheikh Rashid Ahmed sagte, möglicherweise sei eine chinesische Delegation unter der Leitung des chinesischen Botschafters in Pakistan das Ziel gewesen. Die Delegation hätte ihr Quartier im Hotel Serena gehabt, sei zum Zeitpunkt der Explosion aber nicht dort gewesen. Das gut befestigte Hotel liegt in der Nähe des iranischen Konsulats und dem Gebäude des Provinzparlaments.

In den vergangenen Jahren sank die Zahl der Anschläge der pakistanischen Taliban insbesondere in den Städten

Die pakistanische Dachorganisation der militant-islamistischen Taliban, Tehreek-e-Taliban Pakistan (TTP), reklamiert den Angriff für sich. In einer Mitteilung auf WhatsApp hieß es, das Ziel seien hochrangige Offizielle gewesen. Bis etwa 2014 hat die TTP eine Reihe von schweren Terroranschlägen in Pakistan verübt. Sie hat in der Vergangenheit zudem chinesische Staatsangehörige in Pakistan angegriffen, getötet und entführt.

Quetta ist die Hauptstadt der Unruheprovinz Baluchistan, die an Afghanistan und den Iran grenzt. Nicht nur die Taliban, auch Rebellen, die für eine Autonomie oder Unabhängigkeit der Provinz kämpfen, attackieren dort Sicherheitskräfte aber auch chinesische Infrastrukturprojekte. Der größte Teil der Gewalt wird als eine Reaktion von Rebellen auf Pekings Investitionspläne in der Region gesehen, die die chinesische Provinz Xinjiang über ein Netz von Straßen und Schienen mit dem Arabischen Meer in Baluchistan verbindet.

Polizei und Rettungskräfte im Großeinsatz

China investiert im Rahmen des Seidenstraßen-Projekts im sogenannten Wirtschaftskorridor China-Pakistan 62 Milliarden Dollar in das Energie- und Verkehrswesen Pakistans. So will sich Peking über den kürzesten Land- und Seeweg Zugang zu Märkten im Nahen Osten, in Europa und Afrika sichern.

qu/rb (dpa,…