von Solvejg Hoffmann

22.04.2021, 14:00 Uhr

Robert Marc Lehmann ist Naturschützer aus Leidenschaft. Der weltweit renommierte Wildlife-Fotograf und Naturfilmer begibt sich an Orte auf der ganzen Welt, um die Schönheit der Erde zu dokumentieren. Zugleich möchte er auch Probleme aufzeigen und der Wilderei und der illegalen Naturzerstörung den Kampf ansagen. Wir haben mit ihm über sein Engagement für den Umweltschutz gesprochen und wie es ist, dabei immer wieder über die eigenen Grenzen zu gehen.

Robert, du bist gerade frisch aus dem Ausland zurück. Wo warst du unterwegs?

Ich war auf einer Expedition in Mittelamerika unterwegs. Aus Sicherheitsgründen darf ich zum jetzigen Zeitpunkt allerdings noch nichts Genaueres verraten. Nur so viel: Es hat mit meiner Tätigkeit als Natur- und Tierschützer zu tun.

Du bist ein sehr großer Umweltfreund. Woher kommt deine Leidenschaft für den Tier- und Naturschutz?

Liebe. Ein einfaches Wort. Und das ist in meinem Fall für die Natur. Ich merke das immer wieder aufs Neue, wenn ich im Grünen bin – wie auch jetzt gerade wieder auf meiner letzten Expedition in Mittelamerika. Wenn ich durch den Dschungel streife und die Tiere aus nächster Nähe in ihrem natürlichen Lebensraum erlebe, dann ist die Welt für mich in Ordnung. Dabei ist auf unserem Planeten selten alles in Ordnung.

Doch dieses tiefe Gefühl der Zufriedenheit, das ich in diesen Momenten habe, spornt mich an. Weil ich die Welt, wie ich sie in dem Augenblick erlebe, unbedingt bewahren möchte. Ich glaube, wenn mehr Menschen dasselbe empfinden würden, dann würden sich viel mehr Menschen für den Naturschutz engagieren und es würde unserem Planeten ein ganzes Stück besser gehen.

Deswegen bemühe ich mich stets, meine Erlebnisse so gut wie möglich mit der Kamera festzuhalten. Und in meinem neuen Buch „Mission Erde“…