Rauf auf die Schiene
DHL will mehr Güterzüge für Paketversand nutzen

Die Deutsche Post DHL will deutlich mehr Pakete als bisher über die Schiene transportieren lassen und dadurch den CO2-Ausstoß reduzieren. Foto: Moritz Frankenberg/dpa

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Die Paketmengen steigen von Jahr zu Jahr, auf den Autobahnen fahren immer mehr Lastwagen mit den Sendungen an Bord. DHL will nun einen anderen Verkehrsweg stärker nutzen – und CO2 einsparen.

Die Deutsche Post DHL will deutlich mehr Pakete als bisher über die Schiene transportieren lassen und dadurch den CO2-Ausstoß reduzieren.

Bisher werden zwei Prozent der DHL-Pakete in Deutschland den Großteil ihrer Strecke in Güterzügen befördert, mittelfristig soll dieser Wert auf sechs Prozent und langfristig auf 20 Prozent steigen. Genaue Jahreszahlen wurden nicht gemacht.

Derzeit ist der Güterverkehr für die Paketbranche wenig attraktiv, auch weil die Züge sehr früh gebucht werden müssen und ihr Einsatz nicht so flexibel ist wie der von Lastwagen. «Das hat planerisch sehr deutliche Vorläufe», sagte Post-Vorstand Tobias Meyer. Aus seiner Sicht eignen sich Güterzüge vor allem zum Transport am Wochenende, da am Sonntag keine Pakete ausgeliefert werden – der Logistiker hat also von Samstag bis Montagmorgen Zeit bis zur Auslieferung.

«Wir tun das, um klimafreundlicher zu werden, auch wenn es ein Stück weit schwieriger und aufwendiger in der Abstimmung ist», sagte Meyer. Die Post macht hierbei ausschließlich Geschäft mit der Bahntochter DB Cargo, die die Post-Pakete unter anderem auf den Strecken Hamburg-München, Hamburg-Stuttgart und Berlin-Frankfurt transportiert. Meyer machte deutlich, dass das Angebot besser werden müsse. Zukünftig könnten die Paketzüge auch zwischen Berlin und dem Ruhrgebiet fahren. Nach Meyers Schätzung ersetzt ein Güterzug mit rund 100.000 Paketen 35 Lastwagen.