Biomasse
Mit Bäumen gegen den Klimawandel – China setzt auf Waldstädte und die Große Grüne Mauer

Sehen Sie im Video: 2020 war für Europa das wärmste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen.

Der Klimawandel macht keine Pause: Das vergangene Jahr war für Europa das wärmste seit Beginn der Aufzeichnungen. Das teilte der europäische Klimawandeldienst Copernicus in einem Bericht mit. Auch wenn es im vergangenen Sommer weniger extreme Hitzewellen gab als in den vorherigen Jahren, stieg der Temperaturdurchschnitt insgesamt. Besonders warm war es im Nordosten Europas. Auch global zeigt die Temperaturkurve nach oben: 2020 war laut dem Bericht weltweit eines der drei wärmsten aller bisher erfassten Jahre. Der Klimawandeldienst der EU erstellt monatlich Berichte über die Lufttemperatur, das Meereis und den Wasserkreislauf. Er stützt sich auf Daten von Satelliten, Schiffen, Flugzeugen und Wetterstationen rund um den Globus sowie Modellrechnungen.

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von Gernot Kramper

22.04.2021, 19:31 Uhr

CO2 treibt den Klimawandel, Wälder holen das CO2 auf natürliche Weise aus der Atmosphäre. Viele Länder forsten auf, aber keines so wie China. Dort entsteht ein Wald in der Größe Deutschlands.

Aus China ist man Superlative gewöhnt. Das größte Schnellbahnnetz der Welt, die gewaltige Aufrüstung, dazu kommen jede Menge prestigeträchtiger Großbauten und das vom Westen misstrauisch beobachtete Projekt der neuen Seidenstraße. Viel weniger bekannt ist, dass Peking seit Langem an einer neuen großen Mauer baut – einer grünen Mauer.

Sie ist das größte und ehrgeizigste Megaprojekt eines Landes, in dem es an kühnen Projekten wahrlich nicht mangelt. Begonnen wurde Ende der 1970er mit der Großen Grünen Mauer und erst im Jahr 2050 soll sie fertig sein. Es ist das gewaltigste Aufforstungsprogramm der Welt. Das Drei-Nord Schutzgürtel-Programm – so ein weiterer Name – besteht aus drei Streifen neu angelegtem…