Nach dem Tod des Industriellen Heinz Hermann Thiele dürften mehr als fünf Milliarden Euro Erbschaftsteuer anfallen. Das sei die wohl höchste bislang in Deutschland von Erben gezahlte Steuer, berichtet das manager magazin. Thiele war Haupteigentümer des Münchner Bahn- und Lkw-Zulieferers Knorr-Bremse. Ihm gehörten zusätzlich unter anderem gut zehn Prozent an der Lufthansa, die Hälfte der Anteile am Bahntechnik-Unternehmen Vossloh sowie Immobilien und Ländereien. Thiele war Ende Februar gestorben; Vertraute schätzen das Vermögen auf mehr als 20 Milliarden Euro.

Thieles Besitz ist zunächst an seine Ehefrau Nadia Thiele übergegangen. Das Vermögen soll in eine Familienstiftung eingebracht werden. Da diese aber zum Zeitpunkt von Thieles Tod noch nicht existierte, brächte sie auch nicht die Steuervorteile, die sie sonst unter Umständen ermöglicht hätte, heißt es in Familienkreisen. Das nötige Geld sei da. Es sei daher nicht nötig, Anteile von Knorr-Bremse oder Vossloh zu verkaufen.

Als Thieles Haupterbin gilt seine Tochter Julia Thiele-Schürhoff. Die Details der künftigen Aufstellung der Familie werden aber erst in der Stiftung geregelt. Sohn Henrik wurde 2017 ausgezahlt. Lesen Sie die ganze Geschichte auf manager-magazin.de.