Fragen und Antworten

Aufstand gegen Elite-Liga
Die Super League ist gnadenlos gescheitert: Das sind die Folgen des Fußball-Desasters

Anhänger der Tottenham Hotspur protestieren gegen die Super League

© Clive Rose / Getty Images

Der Sturm hat sich gelegt: Mit dem Eingeständnis der Niederlage hoffen die zwölf Super-League-Klubs wieder auf Unterstützung der Fans. Die Uefa und der deutsche Fußball können sich als Sieger fühlen – aber eine schwierige Entscheidung steht noch an.

Zwei wilde Fußball-Tage haben Spuren hinterlassen. Die Debatte um die letztlich schnell gescheiterte Super League haben gezeigt, wie fragil das Milliarden-Business sein kann. Die Uefa ist zunächst gestärkt. Doch die ökonomischen Probleme mehrerer Branchenführer sind nicht aus der Welt. Die Spitzenklubs werden neue Antworten suchen.

Was steckte wirklich hinter den Super-League-Plänen?

Schnöde Geldgier? Visionäre Fußball-Zukunft? Die Initiatoren der Super League um Florentino Perez von Real Madrid und Andrea Agnelli von Juventus Turin planten ihr Projekt von langer Hand. Die schnelle Umsetzung in der Nacht vor der entscheidenden Exko-Sitzung zur Champions-League-Reform war dann ein bewusster Coup. Die erwarteten Änderungen reichten ihnen schlicht nicht. Das Problem: Die Milliardäre haben überreizt, den Faktor Fan- und Fußball-Kultur unterschätzt, der in ihrer Gedankenwelt kaum vorkommt.

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Im Nachhinein wird nun klar, was sie vor allem antrieb. Das Geld geht aus in der Beletage. Milliardenschulden drücken. Neue Märkte müssen her. Die Klubs aus England folgten aber nicht aus genereller Überzeugung, sondern als schnöde Mitläufer. Die Angst: Die nationale Konkurrenz könnte ihnen als Super-League-Klubs enteilen.