Wer in der Öffentlichkeit steht, braucht Selbstbewusstsein und ein dickes Fell, um mit Kritik umzugehen. Hinzu kommt das Risiko, zur Zielscheibe von Hass und Drohungen zu werden.

In dieser Stimmenfang-Folge sprechen drei Menschen über ihre Erfahrungen: Ex-YouTube-Star Oğuz Yılmaz, Rechtsanwalt Niko Härting und Comedy-Autorin Jasmina Kuhnke alias »Quattromilf« erheben regelmäßig ihre Stimme und denken nicht ans Aufhören.

Kuhnke engagiert sich auf Twitter lautstark gegen Rassismus und Diskriminierung. Dafür bekommt sie viel Zuspruch und ermutigt andere, sich ebenfalls zu positionieren – aber sie erhält auch Hassbotschaften und Morddrohungen. Anfang des Jahres eskalierte die Situation, als Kuhnkes Adresse geleakt wurde. Sie und ihre Familie mussten umziehen.

Yılmaz ist vom Quatschmacher zum Influencer mit politischer Haltung geworden. Nach seiner Karriere als Mitglied des Comedy-Trios Y-Titty wurde er Social-Media-Berater, heute managt er andere Influencerinnen und Künstler. Ihm ist es wichtig, über Themen wie Rassismus und Polizeigewalt zu sprechen – auch weil er seine eigenen Erfahrungen früher verdrängte.

Härting bewegt sich in einem anderen Themenfeld, das seit dem vergangenen Jahr intensiv diskutiert wird. Auf Twitter äußert er immer wieder juristische Bedenken gegen Shutdown-Maßnahmen in der Corona-Pandemie. Dabei geriet er auch schon mit dem Virologen Christian Drosten aneinander, den er zuvor heftig attackiert hatte. Härting findet, dass man mit scharfem Widerspruch leben muss – spricht aber auch über Grenzüberschreitungen wie Hass auf Politikerinnen.

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