Flugzeugbau
Airbus: IG Metall organisiert Widerstand gegen Umbau

Ein Airbus A320 der Fluggesellschaft Sund Air beim Flug von Kos im Landeanflug auf den Flughafen Dresden International. Foto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

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Mit einem Anti-Krisen-Programm ohne Kündigungen war gerade etwas Ruhe bei Airbus eingekehrt. Doch damit ist es aus Sicht der Belegschaft wieder vorüber – denn Airbus hat neue Pläne.

Der Flugzeugbauer Airbus bekommt bei seinen Umbauplänen heftigen Gegenwind der IG Metall. Deutschlands größte Gewerkschaft will sich mit aller Macht gegen die Pläne stemmen, mit denen das Management Airbus für den Wettbewerb mit Konkurrenten wie Boeing fit machen will.

«Wir werden das nicht mittragen», sagte der Bezirksleiter der IG Metall Küste, Daniel Friedrich, am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur. Kurzfristig befürchte er zwar keine erneuten Stellenstreichungen oder Einschnitte für die Belegschaft. Auf längere Sicht drohten aber beispielsweise Entgeltkürzungen sowie ein Verkauf.

«Morgen Tochtergesellschaft, übermorgen verkauft?», heißt es in einem Flugblatt der Airbus-Betriebsräte, das der dpa vorliegt. «Ausgliederung bedeutet immer latent diese Gefahr», sagte Friedrich. «Nur so wird ja ein Schuh daraus aus Airbus-Sicht.» Die Optimierung der Produktionsabläufe sei innerhalb der bestehenden Strukturen möglich. Sollte das Management um Vorstandschef Guillaume Faury an den Plänen festhalten, «müssen wir wieder in den Konfliktmodus übergehen».

Airbus hatte am Vortag angekündigt, dass die Flugzeugproduktion in Deutschland und Frankreich neu aufgestellt werden soll. Dazu sollen in den beiden Ländern jeweils neue Unternehmen gegründet werden, die vollständig zu Airbus gehören. Zudem soll eine neue Einheit mit Sitz in Deutschland gegründet werden, die sich auf die Fertigung von Einzelteilen und Kleinkomponenten…