Die Morgenlage
In Deutschland bleibt die Grippewelle aus – erstmals seit 1992

Nach Definition der Arbeitsgemeinschaft Influenza (AGI) am Robert Koch-Institut (RKI) seien die Kriterien für den Beginn einer Grippewelle nicht erfüllt worden, teilte eine RKI-Sprecherin mit

© Maurizio Gambarini / DPA

Erneut Afroamerikaner in den USA durch die Polizei getötet +++ Bundesrat entscheidet über Infektionsschutzgesetz +++ USA veranstalten virtuellen Gipfel zum Klimaschutz +++ Die Nachrichtenlage am Donnerstagmorgen.

dho

Guten Morgen, liebe Leserin, lieber Leser,

während der Bundesrat am Vormittag über die Corona-Notbremse für ganz Deutschland entscheiden will, konnte US-Präsident Joe Biden stolz davon berichten, eines seiner zentralen Wahlversprechen bereits eingelöst zu haben: Demnach wurden in den ersten 100 Tagen seiner Amtszeit rund 200 Millionen Impfdosen verspritzt. Eine gute Nachricht gibt es dann aber auch aus deutscher Sicht: Die Grippe-Saison ist hierzulande so schwach ausgefallen, wie seit mindestens 1992 nicht mehr.

Die Schlagzeilen zum Start in den Tag

Wir haben für Sie zusammengefasst, was in der Nacht passiert ist:

RKI: Grippewelle ausgeblieben – Novum mindestens seit 1992

Mit bisher nur 519 im Labor bestätigten Fällen geht die wohl schwächste Grippe-Saison seit Jahrzehnten in Deutschland dem Ende entgegen. Nach Definition der Arbeitsgemeinschaft Influenza (AGI) am Robert Koch-Institut (RKI) seien die Kriterien für den Beginn einer Grippewelle nicht erfüllt worden, teilte eine RKI-Sprecherin auf Anfrage mit. Das heiße: „Es hat in dieser Saison überhaupt keine Grippewelle gegeben.“ Dies sei ein Novum seit Beginn der Grippeüberwachung durch die 1992 gegründete Arbeitsgemeinschaft. Auch die meisten anderen Länder der Nordhalbkugel seien von der Welle verschont geblieben.