Corona-Pandemie
Handwerkspräsident: Beschäftigte sollen Tests machen müssen

Hans Peter Wollseifer, Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks. Foto: Henning Kaiser/dpa

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Unternehmen müssen ihren Mitarbeitern das Angebot zu Corona-Tests machen – die Beschäftigten müssen das aber nicht annehmen. Das macht keinen Sinn, meint das Handwerk.

Handwerkspräsident Hans Peter Wollseifer hat eine gesetzliche Verpflichtung für Beschäftigte gefordert, sich auf das Coronavirus testen zu lassen.

Wollseifer sagte der Deutschen Presse-Agentur, es sei nicht einzusehen, dass Betriebsinhaber gesetzlich zu Testungsangeboten verpflichtet werden – während es Mitarbeitern überlassen bleibe zu entscheiden, ob sie sich testen lassen oder nicht. «Wenn es eine gesetzliche Verpflichtung gibt, dann muss diese gleichermaßen für Beschäftigte wie Betriebsinhaber gelten. Beschäftigte, die sich nicht testen lassen, verhalten sich unsolidarisch und gefährden mit ihrem Verhalten ihre Kolleginnen und Kollegen wie auch ihre Kunden.»

Eine Verpflichtung der Firmen zu Testangeboten mache nur dann Sinn, wenn es auch eine «Test-Wahrnehmungsverpflichtung» für die Beschäftigten gebe, sagte der Präsident des Zentralverbands des Deutschen Handwerks. «Aus der eigenen Erfahrung in meinem Betrieb kann ich nur sagen: Es liegt doch im ureigenen Interesse eines jeden Betriebes, innerhalb der Belegschaften Ansteckungen zu vermeiden und damit die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, aber auch die Kunden zu schützen – nicht zuletzt auch, um den Geschäftsbetrieb aufrecht erhalten zu können.»

Nach einer Branchenumfrage liegt im Durchschnitt aller Betriebe die Beteiligungsquote der Belegschaften an Testangeboten aktuell bei 66 Prozent. Ergebnisse der Befragung lagen der dpa vor. Demnach bieten 63 Prozent der Handwerksbetriebe ihren Beschäftigten Corona-Tests an. Im März…