Corona-Pandemie
Bund: Bahn-Vorstände sollen für 2021 auf Boni verzichten

Im Gegenzug für geplante Hilfen durch den Bund in der Corona-Krise bei der Deutschen Bahn sollen die Bahn-Vorstände auf Boni verzichten. Foto: Christoph Soeder/dpa

© dpa-infocom GmbH

Die Corona-Krise hatte schwere Auswirkungen auf das Geschäft der Deutschen Bahn. Der Bund will helfen, stellt aber Bedingungen an die Vorstände.

Angesichts geplanter Hilfen durch den Bund bei der Deutschen Bahn sollen die Bahn-Vorstände auf Boni verzichten. Das geht aus einem Beschluss des Haushaltsausschusses des Bundestags hervor, welcher der Deutschen Presse-Agentur vorlag.

Zuvor hatte das Nachrichtenportal «The Pioneer» (Donnerstag) darüber berichtet.

Laut Beschluss werden die Vorstände der Deutschen Bahn AG aufgefordert, auf variable Vergütung oder vergleichbare Vergütungsbestandteile, Sonderzahlungen, Erfolgsbeteiligungen oder andere gesonderte Vergütungen im Jahr 2022 für das Geschäftsjahr 2021 zu verzichten. Angesichts der Corona-Krise hatte der Konzernvorstand für das vergangene Jahr auch keine Boni erhalten.

Der Grünen-Haushaltspolitiker Sven-Christian Kindler sagte der Deutschen Presse-Agentur: «Es steht außer Frage, dass der Bahn-Vorstand angesichts der Milliarden-Hilfe nicht auch noch Boni bekommen darf. Richtig so, dass der Haushaltsausschuss das noch einmal klargestellt hat.»

Die Verhandlungen zwischen der Bundesregierung und der EU-Kommission über milliardenschwere Finanzhilfen für die Bahn sind auf der Zielgeraden. Es seien wesentliche Fortschritte erzielt worden, hatte die Deutsche Presse-Agentur aus Regierungskreisen erfahren. Angestrebt werde eine «Branchenlösung» – von der nicht nur die Deutsche Bahn, sondern auch die Wettbewerber profitieren sollen.

Dabei stehe eine Senkung von Trassenpreisen etwa im…