Die Grünen fordern eine Klima-Partnerschaft zwischen Europa und den USA. »Wir stehen vor entscheidenden Jahren für den Klimaschutz und die Wettbewerbsfähigkeit der Industrie. Wenn wir das nur halbherzig machen, verlieren wir den Anschluss«, sagte die Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). »Ich werbe dafür, dass wir eine transatlantische Allianz für Klimaneutralität begründen.» Es sei notwendig, dass man gemeinsam »auf den 1,5-Grad-Pfad« komme.

Die Staaten der Erde hatten sich Ende 2015 in Paris darauf geeinigt, die Erderwärmung im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter auf deutlich unter zwei Grad zu begrenzen sowie alles dranzusetzen, den Temperaturanstieg bereits bei 1,5 Grad zu stoppen.

»Das erfordert unmittelbares und substanzielles Handeln in den nächsten Jahren – und zwar global«, sagte Baerbock. Dazu seien deutlich ambitioniertere Klimaziele nötig. Die neue US-Regierung habe vorgemacht, wie es gehe: mit massiven Investitionen in Klimaschutz.

Biden lädt zu virtuellem Klimagipfel

Die Partei will dem Vorstoß am Donnerstag mit einem Antrag im Bundestag Nachdruck verleihen. In dem Antrag, aus dem RTL/ntv zitiert, heißt es: »Die Neuausrichtung der Klimapolitik der USA unter dem neuen Präsidenten Biden und der Wiedereintritt in das Pariser Abkommen müssen jetzt von der Bundesregierung und der EU genutzt werden, um eine transatlantische Klimapartnerschaft zu begründen und gemeinsam internationale Impulse zu setzen.«

Am Donnerstag beginnt ein virtueller internationaler Klimagipfel des US-Präsidenten Joe Biden mit 40 Staats- und Regierungschefs, darunter ist auch Kanzlerin Angela Merkel (CDU).