Die Schweiz will nach ersten Lockerungsmaßnahmen zu Wochenbeginn schrittweise weitere Öffnungen vorantreiben. Nach einer Schutzphase, in der alle gefährdeten Personen doppelt geimpft werden sollen, sei eine Stabilisierungsphase geplant, hieß es in einer Regierungserklärung. In diesem Stadium sollten bis etwa Ende Juli alle Impfwilligen zumindest eine erste Dosis erhalten.

Schließlich sollen in einer Normalisierungsphase alle Einschränkungen aufgehoben werden. Für die Aufhebung weiterer Schutzmaßnahmen müssten aber zumindest alle Risikopatienten und das Gesundheitspersonal durch Impfungen geschützt werden.

Weitere Lockerungen vor Ende Mai »schwer möglich«

Weitere Freiheiten gebe es »nicht gratis« zitierte der »Tagesanzeiger« den Minister. »Es wird schwer möglich sein, weitere Öffnungsschritte vor dem 26. Mai zu unternehmen«, hieß es zudem in einer Regierungserklärung

Einen Automatismus oder einen genauen Zeitplan für Lockerungen gibt es demnach nicht. Sollte sich die Lage deutlich verschlechtern und etwa die Intensivstationen in den Krankenhäusern überlastet werden, könnten laut Berset einige Maßnahmen auch wieder zurückgenommen werden.

Am Dienstag wurden in der Schweiz täglich rund 2000 Corona-Neuinfektionen registriert. Der Sieben-Tage-Inzidenzwert lag zuletzt sogar etwas höher als in Deutschland.

Seit Montag haben Kinos in der Schweiz wieder auf, Theater sind in Betrieb, Fitnessstudios geöffnet, Chorproben wieder zugelassen, Außengastronomie ist erlaubt – und sogar Veranstaltungen in Innenräumen mit bis zu 50 Personen sind wieder möglich.