Gesundheit
Apotheken und Ärzte ringen mit Lieferengpässen bei Arzneien

Den Apotheken machen weiter Lieferengpässe bei wichtigen Arzneimitteln zu schaffen. Foto: Oliver Berg/dpa

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Blutdrucksenker, Magensäureblocker und Schmerzmittel: Manche Medikamente sind immer wieder vorübergehend nicht verfügbar. Das macht Apotheken Arbeit und zwingt Ärzte zu Alternativen.

Den Apotheken und Hausärzten machen weiter Lieferengpässe bei wichtigen Arzneimitteln zu schaffen.

Im vergangenen Jahr waren 16,7 Millionen Packungen nicht verfügbar, für die es Rabattverträge mit den gesetzlichen Kassen gibt, ergab eine Auswertung des Deutschen Arzneiprüfungsinstitutes für den Deutschen Apothekerverband (DAV).

Das waren etwas weniger als 2019 mit 18 Millionen Packungen. Am stärksten von Lieferproblemen betroffen waren unter anderem Blutdrucksenker, Magensäureblocker und Schmerzmittel. Während Hausärzte Lieferengpässe als Alltagsproblem beschreiben, betont das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, es stünden oft alternative Medikamente bereit.

Apotheken hätten jeden Tag personellen und logistischen Aufwand, um Patienten mit gleichwertigen Austauschpräparaten zu versorgen, wenn ein bestimmtes Medikament eines Herstellers nicht lieferbar ist, hieß es. In der Pandemie sei dies schwieriger geworden, da zur Reduzierung von Kontakten wiederholte Apothekenbesuche vermieden werden sollten.

Die Lage etwas entschärft hätten rechtliche Erleichterungen bei der Auswahl von Ersatzmedikamenten wegen der Corona-Krise. «Diese pharmazeutische Beinfreiheit beim Einsatz vorrätiger Medikamente sollte unabhängig von der Pandemie erhalten bleiben», sagte der DAV-Vorsitzende Thomas Dittrich am Mittwoch. «Lieferengpässe waren schon vor Corona da, und es wird sie auch danach geben.»

Vorübergehend…