Sehen Sie im Video: Demonstranten feiern Schuldspruch für Ex-Polizisten nach dem Tod von George Floyd.

Die Verurteilung des weißen Ex-Polizisten Derek Chauvin im Fall George Floyd wurde in zahlreichen Städten der USA gefeiert. Auch New York gingen die Menschen auf die Straße. Die Demonstranten hier bezeichneten das Urteil als historisch – betonten aber auch, dass der Kampf gegen Rassismus in den USA weitergehen müsse. Das sehen die Familie und die Freunde von George Floyd genauso. Sein Bruder sagte in Minneapolis: „Wir müssen protestieren, weil es scheint, dass dies ein nie endender Kreislauf ist. Ja, Reverend Al hat mir immer gesagt, wir müssen weiterkämpfen. Stimmt. Ich kämpfe jeden Tag, weil ich nicht mehr nur für George kämpfe. Ich kämpfe für jeden auf dieser Welt. Ja, ich bekomme Anrufe. Ich bekomme Nachrichten. Leute aus Brasilien, aus Ghana, aus Deutschland, alle, London, Italien, sie sagen alle dasselbe – wir werden nicht in der Lage sein zu atmen, bis ihr in der Lage seid zu atmen. Heute sind wir in der Lage, wieder zu atmen.“ US-Präsident Joe Biden bezeichnete die Verurteilung des weißen Ex-Polizisten im Fall George Floyd als einen Schritt in die richtige Richtung für die USA. „Niemand sollte über dem Gesetz stehen. Und das heutige Urteil sendet diese Botschaft, aber es ist nicht genug. Wir können hier nicht aufhören. Um wirkliche Veränderungen und Reformen zu liefern, können wir und wir müssen mehr tun, um die Wahrscheinlichkeit zu reduzieren, dass Tragödien wie diese jemals passieren und wieder auftreten. Um sicherzustellen, dass weder schwarze noch irgendwelche Menschen die Interaktionen mit den Strafverfolgungsbehörden fürchten müssen.“ Ein US-Gericht hatte Derek Chauvin im Fall Floyd in allen Punkten schuldig gesprochen. Die zwölf Geschworenen im Bundesstaat Minnesota sahen es nach zehnstündigen Beratungen als erwiesen an, dass Chauvin sich unter anderem des Mordes zweiten Grades schuldig gemacht habe. Ihm drohen bis zu 40 Jahre Haft.