Der US-Börsengang des größten Handelsplatzes für Kryptowährungen in den USA, Coinbase, begeisterte in der vergangenen Woche Trader und Anleger. Doch der Hype um die Plattform hat an der Frankfurter Börse ein vorzeitiges Ende gefunden. Der Handel mit den Aktien werde auf Xetra und an der Frankfurter Wertpapierbörse per Freitag eingestellt, teilte die Deutsche Börse mit.

Der Grund hierfür sei rein technischer Natur – ein spezieller Code für die Titel sei falsch angegeben worden. Damit der Handel wieder aufgenommen werden könne, müsse Coinbase einen neuen Code beantragen, fügte eine Sprecherin hinzu.

Die Coinbase-Aktien waren vergangene Woche an der Technologiebörse Nasdaq zum Start des Handels mit den Papieren in die Höhe geschossen, der Marktwert stieg zwischenzeitlich auf mehr als 100 Milliarden Dollar. Der größte Handelsplatz für Kryptowährungen in den USA ist derzeit knapp 63 Milliarden Dollar schwer. Seit dem Börsengang wurden an der Frankfurter Börse und auf Xetra nach Angaben der Deutschen Börse Coinbase-Aktien im Wert von knapp 100 Millionen Euro gehandelt.

Neuer LEI-Code muss beantragt werden

Für jedes Wertpapier muss ein sogenannter LEI-Code – ein individueller 20-stelliger Code mit Stammdaten – vorliegen, der zur Identifizierung des Unternehmens dient und Voraussetzung ist für den Handel in Europa.

Bei der Handelsaufnahme von Coinbase sei ein LEI-Code für eine Coinbase-Einheit verwendet worden, der nicht der Gesellschaft zuzuordnen sei, die in der vergangenen Woche an der Börse eingeführt wurde, erklärte die Sprecherin. »Der einzige Weg, um Coinbase wieder in den Handel aufnehmen zu können, ist die Beantragung einer LEI durch den Emittenten.«

Das Unternehmen aus San Francisco profitiert stark vom Kryptoboom, allen voran um die älteste und bekannteste Digitalwährung Bitcoin. Coinbase hatte im ersten Quartal dank rasant angestiegener Handelsvolumina kräftig verdient und einen Quartalsgewinn zwischen 730 und 800 Millionen Dollar…