Einkommen und Job
Wer muss knapsen? Beim Geld kommen Deutsche besser durch die Krise als die Briten

Die Krise trifft Haushalte ganz unterschiedlich

© miljko / Getty Images

von Daniel Bakir

21.04.2021, 19:32 Uhr

Bei der Impfkampagne liegt Großbritannien vorne. Doch die ökonomischen und sozialen Verwerfungen sind laut einer Studie auf der Insel deutlich größer als in Deutschland oder Frankreich – und werden die Briten auch länger beschäftigen.

Wer dieser Tage voller Impfneid nach Großbritannien schaut, weil die dortige Impfkampagne der deutschen ein paar Wochen voraus ist, sollte sich zwei Dinge vergegenwärtigen. Zum einen hat die pandemiebedingte Gesundheitskrise die Briten viel härter getroffen – es haben sich bis heute mehr Menschen infiziert und es gibt mehr Tote als in Deutschland. Zum anderen ist auch die wirtschaftliche Krise auf der Insel ausgeprägter, wie eine aktuelle Studie verdeutlicht.

Es gibt demnach mehr soziale Verwerfungen und es leiden deutlich mehr Haushalte unter den finanziellen Auswirkungen als bei uns. Zu diesem Ergebnis kommt eine Analyse der britischen Denkfabrik Resolution Foundation, die die ökonomische Situation von Haushalten in Großbritannien, Deutschland und Frankreich verglichen hat.

Jeder dritte britische Haushalt (33 Prozent) sah sich demnach in der Coronakrise gezwungen, seine Ausgaben einzuschränken. In Deutschland musste das dagegen nur etwa jeder fünfte Haushalt (21 Prozent) und in Frankreich 23 Prozent. Das passt zu Zahlen des Münchener ifo-Institut, laut denen viele deutsche Verbraucher ihre Ersparnisse im vergangenen Jahr sogar deutlich steigern konnten (mehr dazu lesen Sie hier). 

Unterschiedliche soziale Sicherungen

Dass die Deutschen an der Krise weniger zu knapsen haben als die Briten, liegt zum einen daran, dass hierzulande weniger Menschen ihren Job verloren. Es liegt…