Eine Corona-Schutzimpfung mit dem Vektorimpfstoff ist damit in drei Bundesländern für alle Erwachsenen möglich, gleich ob 20, 30, 59 Jahre alt oder über 60. Nach Sachsen entschieden auch Mecklenburg-Vorpommern und Bayern, die Altersbeschränkungen für den Impfstoff von AstraZeneca komplett aufzuheben. Nur Kinder und Jugendliche bleiben weiter ausgenommen. Die einzige Bedingung ist: Bei Menschen unter 60 Jahren ist vor dem Spritzen eine ausführliche Beratung durch den Impfarzt notwendig, wie die Länder-Gesundheitsministerien mitteilten.

Berlin verweist auf die STIKO

Das Bundesgesundheitsministerium reagierte zurückhaltend auf die Ankündigung der Länder: Es gebe eine Empfehlung der Ständigen Impfkommission STIKO, auf deren Grundlage eine Impf-Verordnung formuliert worden sei, sagte ein Sprecher des Ministeriums. „Diese Verordnung lässt zwar Spielraum, ist aber bindend“, betonte er. Allerdings verwies er auch auf die Verordnung, in der stehe, dass der Impfstoff bei unter 60-Jährigen „nach ärztlicher Aufklärung und bei individueller Risikoakzeptanz durch den Patienten“ einsetzbar sei. Die EU-Arzneimittelbehörde EMA und die Weltgesundheitsorganisation WHO empfehlen das Vakzin weiterhin für alle Altersgruppen und betonen, die Vorteile seien höher zu bewerten als die Risiken.

Wegen sehr seltener Fälle von Hirnvenenthrombosen (Blutgerinnseln im Gehirn), besonders bei Jüngeren, soll der AstraZeneca-Impfstoff in Deutschland seit dem 31. März in der Regel nur noch bei Menschen ab 60 Jahren aufwärts eingesetzt werden. Bis zu diesem Termin war es genau umgekehrt und AstraZeneca wurde ausdrücklich für die Jüngeren empfohlen. Über 65-Jährige sollten zunächst gar nicht mit dem Vakzin geimpft werden.

AstraZeneca: Erst nur für Jüngere, dann nur für Ältere und jetzt wird der Einsatzbereich des Vakzins schon wieder verändert

Mecklenburg-Vorpommerns Gesundheitsminister Harry Glawe sagte: „Die Freigabe ist ein Angebot, dass diejenigen, die keine oder wenige…