Unter dem früheren Präsidenten Donald Trump haben sich die USA nicht gerade in Sachen Klimaschutz verdient gemacht. Der neue Amtsinhaber Joe Biden will das offenbar ändern und hat zu einem Klimagipfel geladen. Nun hat Chinas Staatschef Xi Jinping die Einladung aus Washington offiziell angenommen.

Xi werde per Video-Schalte teilnehmen und eine »wichtige Rede« halten, teilte das chinesische Außenministerium mit. Das digitale Treffen ist für Donnerstag und Freitag geplant.

Der US-Präsident hofft auf neue Zusagen zum Klimaschutz bei dem zweitägigen Gipfel, zu dem rund 40 Staats- und Regierungschefs eingeladen sind. Die USA und China sind die weltweit größten Emittenten von Kohlendioxid, sodass es besonders auf ihre Bemühungen ankommt.

Xi hatte im vergangenen Jahr zugesagt, dass China vor 2060 kohlendioxidneutral sein will. Das bedeutet, dass kein Kohlendioxid ausgestoßen wird oder die CO2-Emissionen vollständig kompensiert werden. Der Ausstoß soll vor 2030 seinen Höhepunkt erreichen.

Merkel spricht am Donnerstag auf Bidens Klimagipfel

Auch Biden will, dass sein Land im Kampf gegen den Klimawandel eine Führungsrolle übernimmt. Dass er es mit dem Klimaschutz ernst meint, demonstrierte der US-Präsident bereits an seinem ersten Amtstag im Januar, indem er die Rückkehr der USA ins Pariser Klimaabkommen veranlasste. Nun will er auf internationaler Bühne konkretisieren, wie die USA zur Begrenzung der Erderwärmung auf deutlich unter zwei Grad beitragen wollen. Zugleich erhöht Biden damit den Druck auf andere große Treibhausgasemittenten.

Zu dem zweitägigen Gipfel, der am internationalen Tag der Erde beginnt, ist auch Kanzlerin Angela Merkel (CDU) eingeladen. Sie spricht am Donnerstag.

Damit bei den Online-Beratungen etwas herauskommt, hat Biden in den vergangenen Tagen seinen Klimabeauftragten John Kerry auf Reisen geschickt. Neben Japan und Südkorea lag auch der weltgrößte Treibhausgasemittent China auf Kerrys Route. Dort gelang es Kerry am Wochenende, seinen…