von Malte Mansholt

21.04.2021, 18:16 Uhr

Mit dem jüngsten Upgrade bekommt das Apple TV jede Menge Leistung. Aber eine Chance hat Apple erneut auf dem Tisch liegen lassen: Die endgültige Eroberung des Wohnzimmers mit dem AppleTV als Spielekonsole.

Apple und Gaming: Das ist eine schwierige Beziehung. Einerseits ist die Spielerubrik einer der erfolgreichsten Bereiche des App Stores, dann betont Apple mit jedem neuen Prozessor die noch weiter gestiegene Grafikleistung und stellt prominent Spiele auf der Bühne vor. Andererseits steht der Konzern sich aber immer wieder im Weg, wenn es darum geht, mal Nägel mit Köpfen zu machen – und tatsächlich mit den Herstellern der Spielekonsolen in den Ring zu steigen. Jüngstes Beispiel: Die gestrige Vorstellung des neuen AppleTV 4K.

Die erschien längst überfällig. Seit September 2017 ist Apples erste 4K-fähige Streamingbox unverändert im Handel. Der A10X-Fusion Prozessor war damals der Stand der Dinge. Jetzt, dreieinhalb Jahre später, bekommt das AppleTV endlich mehr Leistung. Und die Vorfreude der Spielefans einen herben Dämpfer. Denn während die ebenfalls gestern vorgestellten neuen Modelle des iMac und des iPad Pro mit dem neuen M1-Prozessor einen gigantischen Leistungsschub bekommen, ist der des AppleTV deutlich kleiner. Statt dem enorm potenten M1 bekommt es nur den A12-Chip, den Apple 2018 mit dem iPhone XR vorstellte. Ein klareres Statement hätte man von Apple kaum zu seinen Gaming-Plänen bekommen können.

Apple und Games gehören längst zusammen

Die Entscheidung erscheint unverständlich. Apple hat sich in den letzten Jahren zu einem der wichtigsten Player des Spielemarktes entwickelt. Alleine in der ersten Hälfte 2020 hatte der Konzern laut „Statista“ 22,2 Milliarden Dollar durch Spiele eingenommen. Das liegt sicher auch daran, dass Apple aktiv auf die Spieler zugeht. Seit iOS 13 unterstützen Apples Mobilgeräte ganz…