Wege aus der Pandemie
Jeder Fünfte mit erster Corona-Impfung

Mit den Impfungen geht es voran, aber noch sind viele Menschen nicht geschützt. Foto: Matthias Bein/dpa-Zentralbild/dpa

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Etwa jeder Fünfte in Deutschland hat mittlerweile mindestens eine Impfung gegen das Coronavirus bekommen. Bessert sich dadurch die Pandemie-Lage?

Ende 2020 begannen die Corona-Impfungen, inzwischen haben rund 20 Prozent der etwa 83 Millionen Menschen in Deutschland mindestens eine Dosis bekommen. Etwa jeder Fünfte also, Tendenz steigend.

Auf der anderen Seite sind viele Millionen Menschen noch gänzlich ungeschützt, den zweiten der für den vollen Schutz nötigen Impftermine hatten bisher laut Statistik des Robert Koch-Instituts (RKI) erst etwa 7 Prozent der Bevölkerung. Ebnet Deutschlands Impfkampagne dennoch schon den Weg aus der Pandemie?

«Bei einer Impfquote von 20 Prozent haben wir noch keinen großen, signifikanten Einfluss auf das Infektionsgeschehen, auf die Fallzahlen», sagt Carsten Watzl, Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Immunologie. Die Erstimpfung biete einen guten Schutz vor schweren Verläufen, aber Ansteckungen seien weiterhin möglich. Nach RKI-Daten vom Dienstag war die Quote der Erstimpfungen von zuvor knapp unter 20 auf 20,2 Prozent der Bevölkerung gestiegen (Stand: 20.4., 8.00 Uhr).

Mit den bisherigen Impfungen haben vor allem die Menschen mit dem höchsten Risiko für schwere und tödliche Verläufe einen Schutz: Über-80-Jährige. «In der Gruppe sind die meisten geimpft», sagt Watzl. Die genaue Impfquote in dem Alter kann das RKI nicht angeben. Klar ist aber: Die Zahl der täglich gemeldeten Toten ist im Vergleich zur zweiten Welle deutlich gesunken. Auch bei den Inzidenzen sehen Fachleute eine Verschiebung hin zu den jüngeren Altersgruppen. Watzl spricht vom «ersten Erfolg der Impfungen».