Schwere Vorwürfe
Ermittlungen gegen BKA-Beamte wegen Rassismus-Verdachts

Ein Teilnehmer der BKA-Herbsttagung steht im Veranstaltungssaal des RheinMain CongressCenter (RMCC) vor dem BKA-Logo der Behörde. Foto: Arne Dedert/dpa

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In einer Spezialeinheit des Bundeskriminalamtes sollen rassistische und sexistische Sprüche über lange Zeit geduldet worden sein. Die Vorwürfe gegen die Beamten der Sicherungsgruppe wiegen schwer.

Angehörige einer Sicherungsgruppe des Bundeskriminalamtes (BKA) sollen mit rassistischen Kommentaren aufgefallen sein und in einer Chat-Gruppe Enthauptungsvideos geteilt haben.

Wie mehrere Mitglieder des Innenausschusses des Bundestages erfuhren, sollen einzelne Mitglieder der Einheit, die sich vor allem um den Personenschutz bei Reisen in Krisengebiete kümmert, Einsatzländer als «Drecklochsländer» und die Einwohner als «Bimbos» bezeichnet haben. Wie Mitglieder des Ausschusses übereinstimmend berichteten, soll es auch sexistische Äußerungen und Mobbing gegeben haben. In mindestens einem Fall soll angeblich der Hitlergruß gezeigt worden sein.

Wie das BKA mitteilte, hat die Berliner Staatsanwaltschaft inzwischen Ermittlungen gegen drei Beamte des Bundeskriminalamts (BKA) eingeleitet. BKA-Präsident Holger Münch hatte am 17. November vergangenen Jahres, nachdem die Vorwürfe aufgrund interner Hinweise in der Behörde bekannt geworden waren, Strafanzeige gestellt. Wie eine BKA-Sprecherin berichtete, geht es bei den Ermittlungen um Bedrohung, in einem Fall um das Verwenden verfassungsfeindlicher Kennzeichen und in einem Fall um das Verbreiten von Gewaltdarstellungen. Die Vorwürfe richteten sich gegen einzelne Beamte in einem Referat der Abteilung Sicherungsgruppe, also dem Bereich des BKA, der etwa für den Personenschutz zuständig ist.

Im Zuge interner BKA-Ermittlungen hätten sich Hinweise auf «individuelles…