Die Pläne zur Gründung einer Super League haben weltweit bei Sportverbänden, Ligen, Fans und in der Politik für Proteste gesorgt. Auch in Großbritannien, wo ein Großteil der Super-League-Gründungsvereine beheimatet ist, gab es Kritik an der neuen „Liga der Superreichen“ und lautstarken Widerstand. Die britische Regierung kündigte an, alle Möglichkeiten zu prüfen, um die Super League noch zu verhindern. 

„Seid versichert, dass ich alles tun werde, um diesem lächerlichen Plan die Rote Karte zu zeigen“, schrieb Regierungschef Boris Johnson in einem Gastbeitrag für die Zeitung „The Sun“. Die Rede ist sogar von kartellrechtlichen Schritten und der Gründung einer Fan-Plattform, die sich mit der Idee befasst, eine Adaption der in Deutschland herrschenden 50+1-Regel vorzunehmen.

Vor dem Auswärtsspiel des FC Liverpool bei Leeds United am Montagabend hängten Fans Banner am Stadion auf und verbrannten sogar ein Trikot der Reds. Auch Spieler wurden angefeindet, dabei hatte sich als erster Spieler eines betroffenen Vereins Liverpool-Kapitän James Milner gegen die Pläne positioniert.

„Ich mag es nicht und hoffentlich kommt es nicht dazu“, sagte der 61-malige englische Nationalspieler nach der Partie, vor dessen Beginn die Leeds-Profis mit T-Shirts ihren Protest sichtbar gemacht haben. „Earn it“ („Verdient es“) stand unter dem Champions-League-Logo und „Football is for the fans“ („Fußball ist für die Fans“) auf der anderen Seite.

Klopp: „Team hat damit nichts zu tun“

Auch Liverpools Trainer Jürgen Klopp hatte sich zuvor öffentlich gegen die Pläne zur Gründung einer Super League und für die Champions League ausgesprochen.

„Schämt euch“ und „Ruhe in Frieden, FC Liverpool“ – Fan-Proteste am Liverpooler Stadion

Klopp betonte jedoch, dass weder die Spieler noch das Trainerteam in die Entscheidungen involviert waren. „Das Team hat nichts damit zu tun. Und ich habe auch nicht wirklich etwas damit zu tun. Aber die Leute behandeln uns so. Unsere Eigentümer haben die…