Altmaier sagt aus
Entscheidende Woche im Wirecard-Ausschuss

Wirtschaftsminister Peter Altmaier wird vor dem Wirecard-Ausschuss aussagen. Foto: Michele Tantussi/Reuters-Pool/dpa/Archiv

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Die Sacharbeit ist mehr oder weniger getan, jetzt geht es im Untersuchungsausschuss zum Wirecard-Skandal um die heikle Frage der politischen Verantwortung. Den Anfang macht der Wirtschaftsminister.

Showdown im Wirecard-Ausschuss: Mit der Zeugenaussage von Wirtschaftsminister Peter Altmaier geht der Untersuchungsausschuss zum wohl größten Bilanzskandal der Nachkriegsgeschichte in die entscheidende Phase.

Der CDU-Politiker wird befragt, weil sein Ministerium für die Wirtschaftsprüferaufsicht Apas zuständig ist. Der Apas werden im Skandal um den mutmaßlichen Milliardenbetrug von Wirecard Versäumnisse vorgeworfen. Von Altmaier wollen die Abgeordneten nun wissen, warum sich das Wirtschaftsministerium bei dem Thema nicht stärker engagierte.

Die Apas beaufsichtigt Abschlussprüfer in Deutschland. Im Fall Wirecard hatten Prüfer von EY jahrelang Bilanzen abgesegnet und sind mit dem Vorwurf konfrontiert, nicht genau genug hingeschaut zu haben. Die Apas griff erst im Mai 2020 ein – wenige Wochen, bevor der inzwischen insolvente frühere Dax-Konzern Wirecard ein Bilanzloch von 1,9 Milliarden Euro einräumte. Die Münchener Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass das Unternehmen seit 2015 Scheingewinne auswies.

Für die Wirtschaftsprüferaufsicht hatte der Skandal bereits Folgen: Ihr Chef wurde entlassen, nachdem er im Untersuchungsausschuss zugab, privat mit Aktien des Skandalunternehmens gehandelt zu haben, während die Aufsicht die Wirecard-Prüfer unter die Lupe nahm.

Der Untersuchungsausschuss verhört seit etwa einem halben Jahr Zeugen, um aufzudecken, ob der Betrugsskandal auf politischer Ebene hätte verhindert werden können….