Wer aktuell einen Anschlusskredit für sein vor etwa zehn Jahren erworbenes Haus oder seine Wohnung abschließt, ist fein raus: Die Zinsen sind aktuell immer noch extrem niedrig. Aber auch wenn der Anschlusskredit erst in zwei bis drei Jahren fällig ist, könnte sich somit jetzt ein Abschluss lohnen, heißt es in der Zeitschrift »Finanztest«. Interessierte müssen für das sogenannte Forwarddarlehen nicht bis zum Ende der Zinsbindung warten. Das kostet zwar geringfügig mehr als ein normaler Anschlusskredit, der Aufpreis könnte sich aber lohnen, wenn die Zinsen bald wieder anziehen. So oder so ist das Risiko angesichts des niedrigen Zinsniveaus nicht sehr hoch.

Die Tester haben 81 Anbieter überprüft. Dabei ging es sowohl um Anschlusskredite für sofort als auch um die Forwarddarlehen, mit denen sich Eigentümer im Voraus feste Konditionen sichern. Im Fallbeispiel ging es um eine 300.000-Euro-Immobilie mit einer Restschuld von 150.000 Euro, die Zeitschrift hat verschiedene Kreditvarianten unter die Lupe genommen.

Das Ergebnis: Bei den günstigsten Anbietern steht beim Zinssatz eine Null vor dem Komma. Oft bieten Vermittler, die mit vielen Banken zusammenarbeiten, günstige Darlehen, mitunter aber auch Sparkassen und Genossenschaftsbanken vor Ort.

Aufwendiger Bankenwechsel kann sich lohnen

Hauseigentümer sollten nicht nur ein Verlängerungsangebot ihrer bisherigen Bank einholen, sondern mindestens drei weitere Angebote. Ein Wechsel ist zwar aufwendiger und kostet auch, doch auf lange Sicht lohnt er sich: Unterbietet die neue Bank den Zinssatz der alten um einen halben Prozentpunkt, spielen Kreditnehmer die Wechselkosten schon nach fünf Monaten wieder ein.

Beim Anschlusskredit sind folgende Eckpunkte wichtig: Die noch zu finanzierende Kreditsumme, die neue Zinsbindung und die Monatsrate, die man für den Anschlusskredit zahlen kann und will. Der Zinsrutsch kann helfen, die Tilgung höher als vorher anzusetzen. Ist genug Geld in der Kasse, bietet sich zum Ende einer…