Ein Rekordabsatz im ersten Quartal hat dem Autobauer BMW im Tagesgeschäft überraschend viel Gewinn beschert. Nach vorläufigen Zahlen stand vor Steuern ein Gewinn von 3,76 Milliarden Euro und damit fast fünfmal so viel wie zur Zeit des Ausbruchs der Corona-Pandemie ein Jahr zuvor, wie der Dax-Konzern überraschend am Montagabend in München mitteilte. Nach eigenen Angaben übertraf BMW bei den wesentlichen Ergebnisgrößen die Erwartungen am Aktienmarkt. Die Automobilsparte konnte ihren Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) im ersten Quartal von 229 Millionen im Vorjahreszeitraum auf jetzt gut 2,2 Milliarden Euro steigern.

Im ersten Quartal hatten die zum BMW-Konzern gehörenden Marken mehr Fahrzeuge verkauft als je zuvor in den ersten drei Monaten eines Jahres. BMW lieferte rund 636.600 Autos der Marken BMW, Mini und Rolls-Royce aus – das waren 33,5 Prozent mehr als im ersten Quartal 2020.

In China erzielte BMW »das stärkste erste Quartal aller Zeiten«, wie der Konzern mitteilte. In Südkorea verkaufte der Hersteller knapp 43 Prozent mehr Autos als im Vorjahreszeitraum, in den USA von den Marken BMW und Mini rund 20 Prozent mehr. Aber auch in Europa lag das Absatzplus von BMW und Mini bei 8,3 Prozent.

Auch der Konkurrenz geht’s blendend

Ein Grund für die guten Zahlen ist die hohe Nachfrage nach elektrischen Autos. BMW verkaufte demnach von Januar bis Ende März mehr als doppelt so viele E-Autos wie im Vorjahreszeitraum – insgesamt waren es 70.200 vollelektrische Modelle und Plug-in-Hybride. Bis zum Ende des Jahres will der Konzern mehr als 100.000 vollelektrische Fahrzeuge ausliefern. Bis 2030 soll der Anteil an vollelektrischen Fahrzeugen mindestens 50 Prozent des weltweiten Absatzes ausmachen.

In der vergangenen Woche hatte bereits Konkurrent Daimler überraschend gute Zahlen vorgelegt. Der operative Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) stieg auf 5,75 Milliarden Euro. Das war mehr als das Neunfache des vom Ausbruch der Coronapandemie geprägten ersten Quartals 2020.