Erstes großes Interview
„Wir müssen endlich ins Machen kommen!“ Warum Annalena Baerbock die Groko nicht weiterregieren lassen will

Sehen Sie im Video: So reagiert das Netz auf Annalena Baerbocks erstes TV-Interview als Kanzlerkandidatin.

Annalena Baerbock hat ProSieben ihr erstes großes Interview als Kanzlerkandidatin der Grünen gegeben.

Das Gespräch stieß auf ein geteiltes Echo im Netz.

Wie viele ihrer Kritiker sie bis zur Wahl noch überzeugen kann, muss die erste Kanzlerkandidatin der Grünen noch beweisen.

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von Dieter Hoß

19.04.2021, 23:24 Uhr

Im ersten großen TV-Interview als Kanzlerkandidatin versucht Annalena Baerbock ihre Vorstellung einer grünen Kanzlerschaft zu umreißen. Ganz trittsicher ist sie dabei nicht, doch das bringt sie nicht aus der Bahn.

Da sitzt sie nun, nach einem langen Tag voller Fragen und Statements, Glückwünschen und Schulterklopfen. Annalena Baerbock, jetzt schon eine historische Figur, denn sie ist die erste Kanzlerkandidatin einer grünen Partei in Deutschland. Das ist ihr nicht mehr zu nehmen. Ob sie auch wirklich ins Kanzleramt einzieht, entscheiden die Wähler:innen am 26. September. Jetzt aber sitzt sie hier und lächelt erstmal ihr typisches Lächeln, das mit den wachen Augen, die Bereitschaft signalisieren, gleich wieder ein wichtiges Thema aufzunehmen.

Ob es bereits ein Ausdruck ihrer neuen Politikhaltung ist, ihr erstes großes Interview dem Entertainment-Sender Pro Sieben zu geben, sei dahingestellt. Was alles nicht gehe, wisse man inzwischen zur Genüge, hatte Baerbock am Morgen in ihrer Antrittsrede gesagt, jetzt zähle, was geht. Zum Beipsiel auch ein Auftritt zur Prime Time im Unterhaltungskanal. Wobei: Dank Joko Winterscheidt und Klaus Heufer-Umlauf kann der Münchner Sender die in jüngster Zeit wohl wirkungsmächtigsten Polit-Sendungen vorweisen – zuletzt die stundenlange Real-Reportage aus der Krankenpflege in der Uni Münster. Manche…