Konkrete Pläne
Angriff auf die Uefa: Topklubs wollen Superliga statt Champions League

Lionel Messi (r.) und Cristiano Ronaldo würden in einer Super League regelmäßig gegeneinander Spieler – auch für die Fans in Asien

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Zwölf Topklubs aus Italien, Spanien und England wollen zusammen eine europäische Superliga gründen. Deutsche Vereine sind bei dem höchst umstrittenen Projekt bislang nicht dabei. Es geht um viel Geld – und angeblich auch um die Fans.

Teilnehmer, Modus, Finanzen: Zwölf Klubs aus drei Ländern haben sich so konkret wie nie und erstmals in aller Öffentlichkeit zu ihren Plänen für eine neue Superliga bekannt und dem europäischen Fußball damit mächtig vors Schienbein getreten. Angeführt von Real Madrid, Juventus Turin und Manchester United, deren Vertreter den Vorstand der erlösträchtigen Vereinigung bilden sollen, sind insgesamt sechs Klubs aus England und je drei aus Spanien und Italien in der Nacht von Sonntag zu Montag aus der Deckung gekommen. Die meisten heimischen Fans der Mannschaften schliefen da bereits – im Gegensatz zu Anhängern in den lukrativen Märkten in Nordamerika und Asien.

Mit der angeblich weltweiten Nachfrage nach einem neuen Wettbewerb, der über eine ganze Saison hinweg zahlreiche Spitzenspiele mit vielen der klangvollsten Namen des europäischen Fußballs garantiert, argumentierte Real-Madrid-Präsident Florentino Pérez in der Mitteilung dann auch. „Wir werden dem Fußball auf jedem Level helfen und ihn zu seinem rechtmäßigen Platz in der Welt bringen. Fußball ist der einzige globale Sport auf der Welt mit mehr als vier Milliarden Fans, und unsere Verantwortung als große Klubs ist es, auf deren Begehrlichkeiten zu reagieren“, ließ sich der spanische Funktionär zitieren, der als „Chairman“, also als Vorstandsvorsitzender fungieren soll.

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