Angesichts seines bedrohlichen Gesundheitszustands soll der in Russland inhaftierte Kreml-Kritiker Alexej Nawalny in ein Krankenhaus für Häftlinge verlegt werden. Die russische Gefängnisbehörde erklärte am Montag, der Zustand des Oppositionellen sei »akzeptabel«. Die Ärzte des 44-Jährigen, der sich seit rund drei Wochen im Hungerstreik befindet, hatten in den vergangenen Tagen hingegen vor einem Herzstillstand gewarnt.

Ärzte aus Nawalnys Umfeld warnten am Wochenende davor, dass das Herz des 44-Jährigen stehen bleiben könnte. Mit Stephan Baldus, dem Präsidenten der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie und Chefarzt für Kardiologie an der Uniklinik Köln, bestätigte gegenüber dem SPIEGEL erstmals ein deutscher Topmediziner diese Einschätzung. Ein Kaliumwert in der Höhe, wie Nawalny ihn gerade habe, »begünstigt schwerwiegende Herzrhythmusstörungen und ist damit ein akut lebensbedrohlicher Zustand«, sagte er und forderte eine Verlegung auf eine Intensivstation.

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