Aktuelle Umfrage
Deutsche Firmen besonders von mehr Cyberattacken betroffen

Die Zahl der Cyberattacken auf Firmen steigt – und deutsche Betriebe sind besonders betroffen. (Symboldbild) Foto: Sebastian Gollnow/dpa

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Hacker greifen immer häufiger Firmen an und betreiben dabei immer größeren Aufwand. Deutsche Firmen berichten in einer aktuellen Umfrage von besonders hohen Schäden.

Die Zahl der Cyberattacken auf Firmen steigt und deutsche Betriebe sind besonders betroffen. Obwohl sie immer mehr Geld für Sicherheit ausgeben, verzeichneten deutsche Unternehmen im internationalen Vergleich besonders hohe Schäden.

Das ergab eine Umfrage des Spezialversicherers Hiscox. «Es gab gerade im letzten Jahr mehr Schäden, vor allem aber auch deutlich teurere und deutlich kompliziertere Schäden», sagte Hiscox-Cybermanager Ole Sieverding. «Der Haupttreiber ist das Thema Ransomware.»

Bei einer Attacke mit Ransomware wird typischerweise ein Teil der Daten oder Systeme des Opfers verschlüsselt. Für die Freigabe verlangen die Angreifer dann Lösegeld (englisch: ransom). 19 Prozent der gut 1000 befragten deutschen Firmen erklärten, in den vergangenen zwölf Monaten von Ransomware angegriffen worden zu sein. Insgesamt wurden 6024 Firmen befragt, neben Deutschland in den USA, Großbritannien, Frankreich, Belgien, Spanien, den Niederlanden und Irland.

Dabei stieg der Anteil der mindestens einmal von einer Cyberattacke betroffenen Unternehmen von 39 auf 43 Prozent, in Deutschland von 41 auf 46. Die häufigste Folge eines Angriffs war ein Virus-Ausbruch.

Bei der Zunahme der Cyberrisiken spielt auch die Corona-Pandemie eine Rolle. Weil sehr viel mehr Firmen Mitarbeiter im Homeoffice haben, vergrößert sich die Angriffsfläche, wie Sieverding sagt. Zudem habe man, gerade zu Beginn der Pandemie «sehr viele Phishing-Kampagnen…