China und die USA sind sich einig, dass vor der nächsten internationalen Klimakonferenz Ende des Jahres in Glasgow Zusagen zur Bekämpfung des Klimawandels verstärkt werden sollten. Dies teilte das chinesische Umweltministerium nach einem Treffen zwischen dem chinesischen Klimabeauftragten Xie Zhenhua und seinem US-Kollegen John Kerry in Shanghai am Donnerstag und Freitag mit.

Strenge Sicherheitsvorkehrungen

„Die Vereinigten Staaten und China verpflichten sich zur Zusammenarbeit miteinander und mit anderen Ländern, um die Klimakrise zu bewältigen“, heißt es in der gemeinsamen Erklärung. Die beiden Länder würden den Dialog über konkrete Maßnahmen zur Reduzierung von Emissionen in den 2020er Jahren fortführen, um die im Pariser Klimaabkommen festgelegte Temperaturgrenze für die Erderwärmung einzuhalten. Die USA und China, die beiden größten Volkswirtschaften der Welt, sind zusammen für fast die Hälfte der weltweit ausgestoßenen Treibhausgase verantwortlich.

Morgendlicher Berufsverkehr und Luftverschmutzung in der chinesischen Metropole Beijing

Der amerikanische Klimabeauftragte John Kerry war am Mittwoch unter strengen Sicherheitsvorkehrungen in China angekommen. Es war der erste Besuch eines hochrangigen Vertreters der amerikanischen Regierung seit US-Präsident Joe Biden sein Amt antrat. 

Virtueller Klimagipfel kommende Woche

Die Reise des früheren Außenministers Kerry diente auch der Vorbereitung eines von den USA organisierten virtuellen Klimagipfels am 22. und 23. April, zu dem auch Chinas Staatschef Xi Jinping eingeladen ist.

Biden hat den Kampf gegen die Erderwärmung zu einem seiner Hauptanliegen gemacht. Sein Vorgänger Donald Trump hatte die USA aus dem Pariser Klimaschutzabkommen von 2015 geführt und die Vereinigten Staaten damit bei der Klimapolitik international zum Außenseiter gemacht. Biden kehrte nach seinem Amtsantritt im Januar umgehend wieder zu der Vereinbarung zurück.

nob/pg (rtr, afp)