Demonstrationen
Zahlreiche Proteste in Deutschland gegen Corona-Politik

Teilnehmer einer Kundgebung vor dem Bundesgesundheitsministerium in Berlin. Foto: Christoph Soeder/dpa

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Der Anblick bietet sich vielerorts mittlerweile nahezu jedes Wochenende: Proteste gegen die Corona-Politik. In einigen Städten war ein Großaufgebot der Polizei nötig.

In Deutschland haben am Wochenende erneut Tausende Menschen gegen die Corona-Politik demonstriert – teilweise trotz Verboten. In Stuttgart und Dresden setzte die Polizei jeweils mit Großaufgebot die Verbote von Protesten aus der «Querdenker»-Bewegung durch.

Mehr als 700 Menschen, die am Samstag durch die baden-württembergische Landeshauptstadt gezogen waren, seien festgehalten und identifiziert worden, so die Polizei. Sie wurden demnach angezeigt und erhielten Platzverweise. Zudem habe es mehr als 1000 Verstöße gegen die Maskenpflicht gegeben. Zwei Polizisten seien verletzt worden.

Insgesamt waren rund 1000 Corona-Gegner und ungefähr 400 Gegendemonstranten in der Stadt. Der Innenminister des Landes, Thomas Strobl (CDU), übte am Abend scharfe Kritik. «Es ist irritierend und befremdlich, wenn wir in einer Zeit, in der wir mit gegenseitiger Rücksichtnahme und größtmöglicher Vorsicht aufeinander Acht geben sollten, erneut Hunderte von Polizistinnen und Polizisten brauchen, um grundlegende Formen von Abstand und Anstand zu überwachen.» Mit Blick auf die Polizei sagte er: «Stuttgart hat heute andere Bilder gesendet. Das ist gut für Stuttgart, aber vor allen Dingen auch besonders wichtig für die Gesundheit der Menschen.»

Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (SPD) hatte die Polizei zuvor in den Zeitungen der Funke Mediengruppe aufgerufen, bei massiven Regelverstößen oder gar strafbaren Handlungen müsse «glasklar eine rote Linie gezogen und konsequent vorgegangen werden». Als letzte…