Shanghaier Automesse
China ist «große Lokomotive» für Autobauer

Besonders rasant soll der Absatz bei Elektroautos wachsen. Das bestätigt auch Cui Dongshu, Generalsekretär der Personenwagenvereinigung: «70 Prozent Zuwachs dürften kein Problem sein.» Foto: Cui Dongshu/dpa

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Während der Rest der Welt noch mit der Corona-Krise kämpft, hat sich der weltgrößte Automarkt in China längst erholt. Die deutschen Autobauer pilgern zur größten Branchenmesse der Welt nach Shanghai.

China ist der große Lichtblick für deutsche Autobauer in der Corona-Krise. Der weltgrößte Automarkt wird in diesem Jahr nach Einschätzung chinesischer Branchenexperten um sechs Prozent oder auch mehr zulegen.

Besonders rasant soll der Absatz bei Elektroautos wachsen. «70 Prozent Zuwachs dürften kein Problem sein», sagte der Generalsekretär der Personenwagenvereinigung, Cui Dongshu, am Samstag vor Beginn der internationalen Automesse in Shanghai der Deutschen Presse-Agentur.

Auch der deutsche Branchenexperte Ferdinand Dudenhöffer sieht im chinesischen Automarkt die «große Lokomotive». «China fährt allen davon», sagte der Direktor des Center Automotive Research (CAR) der dpa. Auch in den USA werde es besser, da das riesige Konjunkturpaket der neuen Regierung von US-Präsident Joe Biden auch Autos fördert. «Aber das wird bei weitem nicht so stark wie China sein», glaubt Dudenhöffer. Südamerika versinke im Chaos. «Europa wird eher stagnieren beziehungsweise kleine Zuwächse haben», sagte er.

Mit rund 1000 Ausstellern ist die «Auto China» in Shanghai, die am Montag beginnt, heute die größte Automesse der Welt. Bis zum 28. April werden Hunderttausende Besucher in den zwölf Messehallen erwartet. Da China das Coronavirus seit dem vergangenen Sommer weitgehend im Griff hat, ist es nach Peking im September schon die zweite große Automesse in China…