Der ehemalige US-Außenminister Mike Pompeo soll Ethikregeln der US-Regierung verletzt haben. In einem Bericht des Büros des Generalinspekteurs wird Pompeo vorgeworfen, Regierungsangestellte für private Angelegenheiten eingesetzt zu haben. Mehr als hundertmal soll das der Fall gewesen sein. Damit habe er von Steuerzahlern finanzierte Amtsressourcen missbraucht.

Unter anderem sollen Mitarbeiter von Mike Pompeo und seiner Frau Susan beauftragt worden sein, persönlichen Gegenstände abzuholen oder Veranstaltungen zu planen, die nichts mit dem Ministerium zu tun haben. Sie sollten sich demnach um Haustiere kümmern, Restaurantreservierungen vornehmen, Friseurtermine ausmachen oder persönliche Weihnachtskarten der Pompeos versenden. Bei einer anderen Gelegenheit soll ein Angestellter dem Sohn des Paars geholfen haben, einen Rabatt für ein Hotelzimmer zu bekommen.

»Massiv bemüht, alle Anforderungen zu erfüllen«

Mike Pompeo wies die Vorwürfe zurück und sagte, der Bericht sei politisch motiviert und voller sachlicher Fehler. »Zu keiner Zeit habe ich, oder meine Frau Susan, Steuergelder missbraucht und Regeln oder ethischen Standards verletzt«, teilte der Ex-Außenminister der Vereinigten Staaten mit. »Unsere Handlungen wurden ständig von Dutzenden von Anwälten überprüft, und wir haben uns massiv bemüht, alle Anforderungen zu erfüllen, und das haben wir auch getan«, sagte er.

Pompeo war der Außenminister des ehemaligen Präsidenten Donald Trump und diente bis zu Joe Bidens Amtseinführung am 20. Januar 2021. Ihm werden Präsidentschaftsambitionen für das Jahr 2024 nachgesagt, auch wenn er dies selbst bisher nicht bestätigt hat.

Während seiner Amtszeit hatte Pompeo eine schwierige Beziehung zu dem internen Ermittlerchef des Außenministeriums, Steve Linick. Dieser wurde von Trump im Mai des vergangenen Jahres auf Empfehlung von Pompeo entlassen. Offenbar hatte dieser gerade eine Untersuchung gegen seinen Ressortchef gestartet. Es wurde damals nicht genannt, um…