Corona
«Campen statt Malle» – Wohnmobil-Korso durch Berlin

Der Camper-Korso zieht durch Berlin. Foto: Christoph Soeder/dpa

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Der Frühling ist fast da und die Camper sind sauer. Zelte und Wohnwagen dürfen sie wegen der Corona-Pandemie nicht aufstellen. Und bald kommen die langen und hoffentlich sonnigen Wochenenden im Mai.

Viele Hundert Camping-Freunde haben in Berlin mit Wohnmobilen und Wohnwagen für eine sofortige Öffnung der Stell- und Campingplätze demonstriert. Sie fuhren in einem sehr langen Wohnmobil-Korso vom Olympiastadion am westlichen Stadtrand der Hauptstadt zum Reichstagsgebäude in Mitte.

Angemeldet waren rund 700 Fahrzeuge. Thomas Albrecht von der Initiative «Campen mit Abstand» sagte, es seien deutlich mehr Teilnehmer gekommen. «Wir sind mehr als 1000.»

«Wir reisen coronakonform» und «Campen statt Malle» stand etwa auf Wohnwagen. Der Start des Camping-Korsos am Mittag verzögerte sich nach Angaben der Veranstalter, weil die Polizei die Strecke änderte. Im Regierungsviertel demonstrierten parallel Gegner der Corona-Beschränkungen.

«Camping mit Abstand ist mit Abstand die beste, sicherste und kontaktärmste Regenerationsform für unsere Familien», betonte die Initiative. «Die langen Einschränkungen des jetzigen Lockdowns nagen immer mehr an den Menschen und den Familien, viele sehnen sich Öffnungsschritte herbei.» Gebraucht würden sichere Bereiche, um Familien Luft zum Durchatmen zu geben.

Der übliche Saisonstart an Ostern war auf den deutschen Campingplätzen in diesem Jahr der Corona-Pandemie zum Opfer gefallen. Nur Dauercamper dürfen in den meisten Bundesländern ihre Wohnwagen beziehen. Die Branche hofft nun auf Lockerungen vor den langen Wochenenden im Mai. Eine Online-Petition fand bislang gut 44.000 Unterstützer.

Max Möhrle vom Internetportal…