72 Meter lang ist die St. George’s Chapel von Schloss Windsor. Der Name „chapel“ – auf Deutsch „Kapelle“ – ist da etwas irreführend, handelt es sich doch eher um eine Kathedrale. Prinz Philip wird hier seine letzte Ruhestätte finden. Schloss Windsor ist der offizielle Wohnsitz von Queen Elizabeth II. und war es auch von Prinz Philip. 

Prinz Philip und Queen Elisabeth II. 2019 am Eingang der Kapelle zur Hochzeit von Gabriella Windsor und Thomas Kingston

Die St. George’s Chapel ist traditionell die Hochzeits-, Tauf- und Trauerkirche der Windsors. Harry und Meghan haben dort geheiratet und auch ihr Sohn, Archie Harrison Mountbatten-Windsor, der Urenkel von Prinz Philip, wurde in der Kapelle getauft. Zahlreiche Mitglieder der königlichen Familie liegen dort begraben, wie etwa Heinrich der VIII., neben dessen Grab im Altarraum der Sarg von Prinz Philip aufgebahrt wird.

Königliche Geschichte eine Kirche

Die erste Kapelle ließ König Heinrich III. im frühen 13. Jahrhundert bauen. 1475 entschied sich dann König Eduard IV., eine neue, größere Kapelle zu errichten. Die Bauarbeiten zogen sich allerdings über fünf Jahrzehnte hin, so dass die Kirche bis 1528 lange ohne Dach blieb.

Der „Perpendicular Stil“ besticht durch gerade Linienführung

In hellem Sandstein gebaut, mit großen Fenstern und verzierten Strebebögen, gilt die Kapelle als eine der bedeutendsten spätgotischen Kirchen weltweit. Der sogenannte „Perpendicular Style“ mit seiner strengen horizontalen und vertikalen Linienführung war typisch für englische Kathedralen in jener Zeit. Im 19. Jahrhundert gab es immer wieder umfassende Renovierungsarbeiten, dabei wurde die königliche Gruft errichtet, in der auch Prinz Philip beigesetzt werden soll.

Die Ritter der Königin

Im Inneren der Kirche fällt besonders das prächtig geschnitzte Chorgestühl aus Eiche für die Ritter des sogenannten Hosenbandordens auf. Über ihren Sitzplätzen hängen die Banner der aktuellen Mitglieder, sowie die Wappenschilde…