Europa League
Slavia Prag verweigert Kniefall für Black Lives Matter – und bekommt die Quittung auf dem Platz

Arsenal-Stürmer Alexandre Lacazette (l.) kniet zur Unterstützung der Black-Lives-Matter-Bewegung nieder – die Mannschaft von Slavia Prag bleibt demonstrativ stehen.

© Petr David Josek/AP / DPA

Es war eine schäbige Geste: Während die Spieler des FC Arsenal in der Europa League aus Solidarität mit der Black-Lives-Matter-Bewegung auf die Knie gingen, blieb die Mannschaft von Slavia Prag demonstrativ stehen. Das rächten die Engländer.

Football-Spieler Colin Kaepernick machte im August 2016 den Anfang: Vor einem Trainingsspiel seiner San Francisco 49ers ging er auf die Knie, anstatt sich für die US-Nationalhymne zu erheben. Er wolle keinem Land seine Ehrerbietung erweisen, das schwarze Menschen unterdrückt, begründet er seine Weigerung.

Eine zunächst umstrittene Geste, die spätestens seit dem Mord an George Floyd im vergangenen Jahr zum Symbol von gegen rassistische Polizeigewalt protestierenden Demonstranten und auch in Europa von vielen Sportlern übernommen wird.

Selbst der europäische Fußballverband Uefa, der sonst jegliche politische Äußerung streng sanktioniert, hat ihren Segen gegeben und sagt Spielern Straffreiheit zu, die auf diese Weise „Gleichheit unter den Menschen fordern“. 

Die Spieler des FC Arsenal knien nieder

So knien vor Spielen in der Champions- und Europa League regelmäßig die Spieler beider Mannschaften, zuletzt am Mittwochabend vor der Partie Borussia Dortmund gegen Manchester City.

Als am Donnerstag der FC Arsenal zum Viertelfinalrückspiel bei Slavia Prag antrat und vor Beginn auf die Knie ging, verweigerte die Mannschaft des Gastgebers jedoch die Geste und blieb demonstrativ stehen.

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