Sehen Sie im Video: „Wenn ich das Coronavirus wäre, ich würde AfD wählen“ – FDP-Politiker hält AfD wortwörtlich Spiegel vor.

Dr. Wieland Schinnenburg, FDP-Politiker 
„Schauen Sie mal in diesen Spiegel. Sie machen das. Sie beschäftigen sich nur mit Menschen, die die gleiche Meinung haben wie Sie. Schauen Sie in diesen Spiegel. Sie selbst sind das, was Sie den anderen vorwerfen. Meine Damen und Herren, das ist doch einfach nur peinlich, was Sie da reinschreiben in diesen Antrag.“ 

Der FDP-Politiker Wieland Schinnenburg hat mit dieser kuriosen Szene für Lachen und Applaus im Bundestag gesorgt. In seiner Rede kritisiert er einen Antrag der AfD-Fraktion. Darin fordert die Partei, dass der Bundestag angesichts der noch langandauernden Coronakrise „seine legislativen Pflichten wieder aufnimmt und staatliche Handlungsmöglichkeiten entwickelt“. Zudem solle die Regierung alternative Maßnahmen zur Lockdown-Politik aufstellen. Die ständigen Verlängerungen „sind keine Lösung des Problems, sondern verursachen vielmehr massive gesellschaftliche und wirtschaftliche Folgeprobleme, die möglicherweise irreparabel sind“, heißt es in dem Papier. 

Nach Meinung von FDP-Mann Schinnenburg hat die AfD im Antrag jedoch gleich drei Fehler gemacht. 
 
Dr. Wieland Schinnenburg, FDP-Politiker 
„Erstens: Sie schreiben da rein, das Bundeskanzleramt habe beschlossen, dass der Lockdown dauernd verlängert wird. Herr Reusch, Sie sollten wissen, das ist so passiert, wie es auch passieren muss. Die Koalitionsfraktionen haben einen Gesetzentwurf vorgelegt über den nächste Woche abgestimmt wird. So ist es im Grundgesetz vorgesehen. Herr Reusch, lernen Sie erstmal Öffentliches Recht bevor Sie solche Anträge schreiben. Zweitens: Sie schreiben der Lockdown bestehe seit einem Jahr. Herr Reusch, das ist falsch. Der Lockdown besteht noch nicht mal seit einem halben Jahr. Herr Reusch, das lernt man bereits in der Grundschule. Das sollten Sie vielleicht…