Medienberichte
Macht Biden diesen Top-Diplomaten zu seinem US-Botschafter in China?

Nicholas Burns ist Berufsdiplomat, kein Politiker im engeren Sinne – seine Nominierung für den  US-Botschafterpostens in China wäre damit durchaus unüblich

© Ron Sachs/ / Picture Alliance

Schon wieder fällt sein Name: Nicholas Burns. Der Berufsdiplomat wird als US-Botschafter in China gehandelt. Er wäre eine ungewöhnliche Wahl.  

US-Präsident Joe Biden könnte den Berufsdiplomaten Nicholas Burns, früherer Sprecher und Staatssekretär des Außenministeriums, zu seinem Botschafter in China machen. Das berichtet das US-Nachrichtenportal „Axios“ unter Berufung auf informierte Kreise. Demnach werde der 65-Jährige aktuell überprüft – ein üblicher Vorgang vor einer möglichen Nominierung für entsprechende Personalien. Biden soll dem Bericht zufolge aber noch keine endgültige Entscheidung getroffen haben. 

Der Posten ist angesichts der Spannungen zwischen den USA und China von zentraler Bedeutung. In der gesamten US-Regierung herrsche Konsens darüber, dass die Beziehungen zu China die „kritischsten und folgenreichsten“ in Bidens Präsidentschaft werden könnten – vom Handel bis zu den Verstimmungen um Taiwan stehe viel auf dem Spiel, berichtet „Axios“. Mit Burns als Botschafter in Peking würde Biden gewissermaßen einen Kurswechsel bei der Besetzung des Postens vornehmen, der womöglich Signalwirkung nach innen und außen habe.

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