Großbritannien gilt nicht mehr als Corona-Risikogebiet. Auf der vom Robert Koch-Institut am Freitag veröffentlichten Liste wurde das Vereinigte Königreich als Risikogebiet gestrichen. Gleiches gilt für die Regionen Mid-West und South-East in Irland, die Region Pirkanmaa in Finnland und Barbardos.

Neu als Risikogebiete eingestuft wurden dagegen die bei Touristen beliebte Algarve in Portugal sowie die zu dem Land gehörenden Azoren, die autonome Gemeinschaft Kastilien-La Mancha in Spanien und die Vereinigten Arabischen Emirate, die zuvor bereits Hochinzidenzgebiet waren. Als solches Hochinzidenzgebiet gilt nun Argentinien.

Als Risikogebiete werden Länder eingestuft, in denen die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen über 50 (Inzidenz) steigt. Das gilt für fast alle Länder in Europa ganz oder teilweise. Einzige Ausnahme war bisher Island.

Für Einreisen aus allen Corona-Risikogebieten gelten rechtliche Vorgaben für Kontrollen, Test- und Quarantänepflichten. Bei Hochinzidenzgebieten und bei den Gebieten, in denen Varianten des Coronavirus häufig vorkommen, sind diese Vorgaben besonders streng.

Den Reiseerleichterungen auf deutscher Seite für Großbritannien stehen allerdings strenge Ein- und Ausreiseregeln auf britischer Seite gegenüber. Wer aus Deutschland im Vereinigten Königreich ankommt, muss bei Einreise einen negativen Test vorweisen und sich dann für zehn Tage in Selbstisolation begeben, etwa in einem Hotel oder bei Freunden. In dieser Zeit müssen zwei Corona-Selbsttests gemacht werden, spätestens am zweiten und frühestens am achten Tag nach Einreise, die Kosten von 210 Pfund (240 Euro) pro Person müssen privat bezahlt werden.

Großbritannien hat mit mehr als 127.000 Corona-Toten die höchste Opferzahl der Pandemie in Europa. Mit den Corona-Impfungen geht es im Vereinigten Königreich allerdings gut voran. Nach mehr als drei Monaten Lockdown öffneten am Montag in England unter anderem wieder die Außenbereiche von Pubs und…