Nach der Lethargie der vergangenen Tage ist der Dax vor dem Wochenende erneut auf ein Rekordhoch geklettert. Dank überzeugender Geschäftszahlen deutscher Unternehmen stieg der deutsche Leitindex zum Handelsende um 1,34 Prozent auf 15.459,75 Punkte. Damit schaffte er ein Wochenplus von knapp anderthalb Prozent.

MDax und SDax stellten ebenfalls Bestmarken auf. Der Index der mittelgroßen Werte verzeichnete letztlich ein Plus von 0,78 Prozent auf 33.263,21 Punkte. Der Nebenwerteindex, der am Vortag erstmals die 16.000 Punkte geknackt hatte, stieg um 0,91 Prozent auf 16.105,82 Punkte.

Seit Jahresbeginn hat der Dax rund elf Prozent zugelegt. Mit Blick auf die laufende Berichtssaison sehen Strategen dennoch Luft nach oben, das liegt an der zunehmenden globalen Wirtschaftsdynamik. Dabei setzen die Experten vor allem auf positive Impulse der US-Wirtschaft. Die geplanten Infrastrukturinvestitionen von gut zwei Billionen US-Dollar sollten eine nachhaltige Industrieerholung in der weltgrößten Volkswirtschaft stützen.

Keine Angst vor US-Zinsen

Gleichzeitig müssen die Investoren wohl keine Angst vor steigenden US-Zinsen haben. Die amerikanische Notenbank betonte zuletzt stets, dass die anstehenden Preissteigerungen nicht nachhaltig seien. Auch von der Europäischen Zentralbank droht den Börsen aktuell keine Gefahr durch steigende Zinsen.

Es gibt aber auch Analysten, die den Dax anfällig für eine Korrektur sehen. Zwar scheine das Umfeld mit guter Konjunkturstimmung und einer weiter ultralockeren Geldpolitik der Zentralbanken wie gemacht für Aktien. Doch nach der beispiellosen Erholung vom rund ein Jahr alten Corona-Tief seien Dividendenpapiere vor allem in den USA schon recht teuer. Die Gefahr von Rückschlägen habe deutlich zugenommen.

Seitens der deutschen Unternehmen bleibt es in der neuen Woche noch recht ruhig. Erst am Mittwochabend legt mit der Deutschen Börse ein Dax-Unternehmen Zahlen für das erste Quartal vor. Auch vom Pharmazulieferer Sartorius stehen zur Wochenmitte…