Forschungs-Behörde DARPA
Chips unter der Haut und Blutfilter: Wie das Pentagon Corona bekämpft

Ein US-Soldat wird gegen das Coronavirus geimpft

© valentinrussanov / Getty Images

von Malte Mansholt

15.04.2021, 19:53 Uhr

Auch Soldaten sind von der Corona-Krise betroffen. Da wundert es nicht, dass das Pentagon selbst viel Geld in die Forschung nach einer Lösung für die Pandemie steckt. Einige von ihnen klingen wie Science Fiction – oder wie Verschwörungstheorien.

Ein Chip, der einen ständig überwachen soll – das steckt nach dem Glauben zahlreicher Verschwörungserzählungen in den Impfstoffen gegen das Coronavirus. In einem aktuellen Bericht führt das Pentagon tatsächlich einen solchen Chip vor. Doch es verfolgt damit deutlich weniger sinistere Ziele. 

„Das ist ein Sensor“, zeigt Militärarzt Matthew Hepburn in der „CBS“-Sendung „60 Minutes“ eine etwa daumengroße Viole, in der mehrere grüne Fäden schwimmen. „Dieses kleine grüne Ding hier. Das packt man unter die Haut. Dort erkennt es, wenn bestimmte chemische Reaktionen im Körper entstehen. Und warnt dann, dass man am nächsten Tag Symptome entwickeln wird.“

Warnleuchte unter der Haut

Der kleine Sensor ist eine Reaktion auf die zahlreichen Corona-Erkrankten unter den US-Streitkräften. Mehr als 250.000 Soldaten sind mittlerweile erkrankt. Durch das enge Zusammenleben verbreitet sich das Virus sehr schnell. Im Falle des Flugzeugträgers USS Theodore Roosevelt wurden alleine 1271 Soldaten dieses einen Schiffes positiv getestet.

Der Chip soll dabei helfen, solche Ausbrüche zu verhindern. Die sich in einer späten Entwicklungsphase befindliche Technologie testet das Blut auf chemische Warnsignale einer Infektion. Die Träger werden von dem Chip durch die Haut gewarnt. „Es ist wie eine Motorwarnleuchte“, erklärt Hepburn. Erhalten sie das Signal, können die Soldaten sich…